- US-Präsident setzt Drohungen gegen Oman, sieht keine Eile hinter Kriegsende – Heizöl wird teurer
Die Spannungen rund um den Nahostkonflikt laufen weiter und scheinen so bald kein Ende zu nehmen. Erst gestern verschärfte der US-Präsident seine Aussagen, dass er derzeit keine Eile daran sieht, den Krieg zu beenden, und lieber anhaltend über Sanktionen und Blockaden den Iran zermürben will. Dies sorgt am Weltmarkt für deutlich steigende Energiepreise, welche der [...] - Preisstatistik – Streit und Diskussionen um Straße von Hormus setzen sich fort
Mit dem Start in die neue Woche bleibt die Lage an den Ölmärkten ähnlich angespannt wie in den letzten Wochen. Die Diskussionen rund um die Seeroute "Straße von Hormus", und die Streitigkeiten zwischen den USA und dem Iran dazu, wem sie gehört und wie die Schifffahrt darauf freigegeben werden soll, setzen sich auch mit dem [...] - Angriffe auf der Straße von Hormus nehmen wieder zu – Heizöl zum Donnerstag kaum verändert
Auch vor dem Start ins Wochenende sehen sich die Ölmärkte vor den gleichen Problemen wie im bisherigen Wochenverlauf - Bestehende Konflikte im Nahen Osten, Einschränkungen am Markt, Kritik und Drohungen zwischen den Ländern und zwischendrin ein knapper Ölmarkt mit unsicheren Preisschwankungen. Zusätzlich kam es am gestrigen Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker der Vereinigten [...]

Die Spannungen rund um den Nahostkonflikt laufen weiter und scheinen so bald kein Ende zu nehmen. Erst gestern verschärfte der US-Präsident seine Aussagen, dass er derzeit keine Eile daran sieht, den Krieg zu beenden, und lieber anhaltend über Sanktionen und Blockaden den Iran zermürben will. Dies sorgt am Weltmarkt für deutlich steigende Energiepreise, welche der US-Präsident willentlich und bestätigt in Kauf nimmt.
US-Präsident Trump droht Oman mit Angriffen
Seit einigen Wochen verhandeln der Oman und der Iran dazu, wie der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederhergestellt werden könnte. Nicht alle Ideen wurden von allen Seiten gut anerkannt, auch Gespräche zu gemeinsamen Zollerhebungen kamen aus. Klare Pläne wurden jedoch noch nicht gegeben. Gestern griff der US-Präsident bei diesem Thema ein und drohte dem Oman damit, das Land komplett zu zerbomben, sollte es in irgendeiner Art gegen die US-geführte Blockade von iranischen Schiffen und Waren vorgehen.
Trump betont Geduld im Konflikt
Nachdem der US-Präsident zu Beginn der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran noch sagte, der Konflikt wäre spätestens binnen weniger Wochen gelöst, dreht sich die Stimmung nun und Trump will mehr Fokus auf Geduld im mittlerweile fast 6-monatigen Krieg legen. Der Fokus der USA liege ihm zufolge aktuell dabei, das Land durch wirtschaftliche Sanktionen und Abschneidung von Exportwegen zu schwächen und so zu einer Friedensfindung zu zwingen.
Mögliche Angriffe stellte Trump jedoch nicht gänzlich außenvor, so sei die USA in der Lage, ihre bisherigen Angriffe auf den Iran massiv zu verschärfen, sollte es zu weiteren Problemen kommen. Der eigenen Bevölkerung riet der US-Präsident derweil zur Geduld. Die steigenden Preise bei Ölprodukten seien demnach nötig, um den Iran davon abzuhalten, an Atomwaffen zu kommen, und müssten daher als Mittel zum Wohl der USA angesehen werden.
Heizölpreise steigen deutlich an
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den scharfen Worten des US-Präsidenten wächst die Erwartung darauf, dass der Konflikt und damit einhergehend Versorgungsengpässe am Öl- und Energiemarkt länger bestehen bleiben. In direkter Folge kam es zu deutlichen Preisanstiegen bei Heizöl in Deutschland, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer heute mit Aufschlägen in höhe von +4,15 bis +5,15 Euro pro 100 Liter rechnen müssen. Diese Preisänderungen können sich aufgrund der stark unsicheren Entwicklungen im Konflikt und am Markt jedoch jederzeit ändern und sind daher nur Momentaufnahmen.

Mit dem Start in die neue Woche bleibt die Lage an den Ölmärkten ähnlich angespannt wie in den letzten Wochen. Die Diskussionen rund um die Seeroute „Straße von Hormus“, und die Streitigkeiten zwischen den USA und dem Iran dazu, wem sie gehört und wie die Schifffahrt darauf freigegeben werden soll, setzen sich auch mit dem Start der neuen Woche weiter fort. Die Ölpreise stiegen in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen wieder etwas an, liegen aktuell jedoch noch deutlich unter dem Jahreshoch von Anfang April.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten bleiben auch die Preisentwicklungen an den Ölmärkten insgesamt unsicher und von starken Schwankungen betroffen. Während Abnehmer aktuell +0,19 Euro mehr pro 100 Liter als vergangenen Freitag zahlen, sind die Preise am Montagmorgen im Durchschnitt +3,85 Euro höher als noch vor einer Woche, da sich die Verhandlungsbereitschaft zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder deutlich verschlechtert hat. Damit sind die aktuellen Preise fast auf dem selben Niveau wie Mitte Juli – verglichen mit vor einem Monat zahlen Heizölkäufer in der Bundesrepublik aktuell durchschnittlich leichte Aufschläge in Höhe von +0,37 Euro.
Langfristige Preisentwicklung
Im langfristigen Preisvergleich kann man erkennen, dass die aktuellen Preise spürbar über denen vor drei Monaten, also Mitte Mai liegen, als die schlimmsten Kriegsentwicklungen im Nahen Osten sich beruhigt hatten. Dennoch sind die aktuellen Heizölpreise weiterhin sehr stark über dem Preisniveau zur selben Zeit in den vergangenen Jahren. Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in Deutschland zahlen aktuell durchschnittlich +50,78 Euro beziehungsweise +57,9% mehr als im August 2025, und +43,65 Euro mehr als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA und Iran kämpfen weiter um Straße von Hormus
Die Auseinandersetzungen um die freie Schifffahrt oder alternativ der Besitz der Seeroute „Straße von Hormus“ südlich des Iran und in Richtung des Indischen Ozeans laufen weiter. Der Warenverkehr aus der Straße von Hormus und damit große Teile der Öltransporte am Weltmarkt sind damit stark ausgebremst.
– Ukrainische Angriffe legen große Teile russischer Ölanlagen lahm
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Ölexportanlagen weiter fort, nachdem diese im Juli zeitweise etwas heruntergefahren wurden. Das schränkt die Ölproduktversorgung auf dem Weltmarkt erheblich ein.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Ölexporte aus dem Nahen Osten werden versteckt fortgesetzt
Trotz der Blockaden und Konflikte rund um die Straße von Hormus versuchen Unternehmen rund um den Persischen Golf ihre Schiffe versteckt mit deaktivierten Trackern durch die Seestraße zu schicken, um so den Bedarf am Markt zu stillen und von erheblichen Gefahrenaufschlägen zu profitieren.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 17.08.2026

Auch vor dem Start ins Wochenende sehen sich die Ölmärkte vor den gleichen Problemen wie im bisherigen Wochenverlauf – Bestehende Konflikte im Nahen Osten, Einschränkungen am Markt, Kritik und Drohungen zwischen den Ländern und zwischendrin ein knapper Ölmarkt mit unsicheren Preisschwankungen. Zusätzlich kam es am gestrigen Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker der Vereinigten Arabischen Emirate, während die USA andeuten, die Blockade iranischer Exporte noch lange aufrecht halten zu können und wollen.
Angriffe auf zwei Emirats-Tanker in der Straße von Hormus
Angaben des staatlichen Ölunternehmen ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es am Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker des Unternehmens. Glücklicherweise gab es bei den Angriffen keine Verletzten und auch die allgemeine Gefahrenlage ist mittlerweile unter Kontrolle. Die Emirate verurteilten die Angriffe scharf, stellen sie immerhin einen „eklatanten Verstoß“ gegen Regeln des UN-Sicherheitsrats dar, welche die Freiheit der Schifffahrt auf internationalen Routen erklären.
Die Regierung aus Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Emirate, forderte dazu auf, dass der Iran seine Feinseligkeiten sofort beenden und für eine „vollständige und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus sorgen soll. Die Meerenge und Handelsstraße im Nahen Osten wird derzeit vom Iran und den USA in einem gegenseitigen Kampf kontrolliert, bei dem die USA alle iranischen Waren und Verladungen blockiert, und der Iran alle Schiffe angreift, die nicht nach iranischen Regeln ihre Exporte über iranische Schiffsrouten durchführt.
USA betont Aufrechthaltung der Blockade gegen den Iran
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte gestern gegenüber Journalisten, dass die USA ihre Blockade gegen iranische Transporte auf der Straße von Hormus auf unbestimmte Zeit aufrechthalten könnte. Da genau dieser Umstand einer der Kritikpunkte ist, weshalb der Iran seine Angriffe auf Schiffe in der Meerenge aufrecht hält, zeigt sich hier eine weitere Pattsituation in den Verhandlungen zwischen den UA und dem Iran.
Dennoch will die USA ihren Druck auf das Nahost-Land aufrecht halten, und deutete unter Finanzminister Scott Bessent neue Ankündigungen, Maßnahmen und Sanktionen gegen den Iran an, in einer Art, „wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolation eines Landes nie gesehen wurden“. Früher diese Woche erklärte US-Präsident Trump, dass man stärker auf wirtschaftliche Einschränkungen und Sanktionen gegen den Iran wechseln will, statt weitere militärische Eskalationen im Fokus zu halten.
Heizölpreise vor dem Wochenende kaum verändert
Die Unsicherheiten am Ölmarkt setzen sich weiter fort, wie schon seit mittlerweile mehr als 5 Monaten. Auch Heizöl wird dabei hin und her gerissen, findet sich aktuell jedoch auf ähnlichen Preisen wie am Donnerstagvormittag. Für Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik bedeutet dies heute nur leichte Abweichungen zwischen ±0,00 und -1,00 Euro pro 100 Liter gegenüber den Heizölpreisen von Donneratagvormittag. Durch die allgemeine Unsicherheit am Markt sind diese Angaben jedoch nur Momentaufnahmen, während es im Tagesverlauf zu starken Schwankungen kommen kann.