Geopolitische Konflikte lassen Ölpreise nicht los – Heizöl erneut teurer erwartetDie Preise an den Ölbörsen hatten zum Wochenbeginn zunächst noch kurz nachgegeben. Dazu hatten die von US-Präsident Trump angekündigten russischen Diesel-Exporte gesorgt, vielmehr aber wohl auch die Tatsache, dass Hurrikan Isaias über die US-Ölanlagen im Golf von Mexiko sowie an der US-Golfküste hinweggezogen war, ohne größere Schäden zu verursachen. Schon im Verlauf des Vormittags legten [...]
Die Preise an den Ölbörsen hatten zum Wochenbeginn zunächst noch kurz nachgegeben. Dazu hatten die von US-Präsident Trump angekündigten russischen Diesel-Exporte gesorgt, vielmehr aber wohl auch die Tatsache, dass Hurrikan Isaias über die US-Ölanlagen im Golf von Mexiko sowie an der US-Golfküste hinweggezogen war, ohne größere Schäden zu verursachen. Schon im Verlauf des Vormittags legten die Preise allerdings wieder zu, was in erster Linie an den geopolitischen Konflikten lag.
Huthi-Miliz nimmt Riad ins Visier So waren die Marktteilnehmer zum einen beunruhigt wegen der Angriffe der Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien. In der Hauptstadt Riad, wo diese Woche der World Petroleum Congress (WPC) stattfindet, war dabei der Flughafen zum Ziel der Miliz geworden. Der Angriff forderte mehrere Todesopfer und führte unter anderem dazu, dass einige hochrangige Vertreter der internationalen Ölindustrie, die beim WPC eigentlich vor das Rednerpult treten sollten, nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten.
Die Worte des saudischen Energieministers, der im Rahmen der Veranstaltung eine Steigerung der Kapazitäten der Ost-West-Pipeline auf 10 Mio. B/T binnen der nächsten zwei bis drei Jahre in Aussicht stellte, dämpften den Preisanstieg an den Ölbörsen kaum. Schließlich bleibt erst einmal abzuwarten, ob die Anlage nicht im Verlauf des aktuellen Konflikts von den Huthi nicht noch weitere Male angegriffen und beschädigt wird.
Kiew wirft Russland weitere Angriffe auf Energieanlagen vor
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sorgte an den Ölbörsen am gestrigen Montag ebenfalls für neuen Auftrieb. Nachdem US-Präsident Trump am Wochenende noch verkündet hatte, die beiden Länder hätten sich darauf geeinigt, die Energieanlagen des jeweils anderen nicht mehr anzugreifen, warf Kiew Russland bereits zum Wochenbeginn erneute Anschläge auf die ukrainische Energieinfrastruktur vor. So bleibt die Frage, ob Russland die von Trump angekündigten Diesel-Exporte überhaupt realisieren kann, sollte die Ukraine ebenfalls wieder intensive Angriffe auf die russischen Energieanlagen durchführen.
Ölpreise starten heute niedriger – Heizöl dennoch teurer erwartet Nach dem erneuten Anstieg, den die Ölpreise an den Börsen gestern vollzogen, notieren sie heute Morgen unterhalb der Vortageshochs. Bis zu den Tiefs von Montagmorgen haben sie jedoch ebenfalls noch Spielraum. So müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Bundesrepublik heute erneut mit Preisaufschlägen von +0,20 bis +1,15 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich anhand geopolitischer und markttechnischer Entwicklungen jederzeit ändern.
Preisstatistik – Ölpreise schwanken, während weltweit Lösungen zur Versorgung gesucht werdenDie Ölmärkte sind auch zum Start in die neue Woche weiterhin von Unsicherheiten und geopolitischem Wirrwarr rund um den USA-Iran-Konflikt aber auch die Spannungen in Russland und der Ukraine belastet und betroffen. Dabei sorgten anhaltende Angriffe in beiden Kriegen für moderat gestiegene Preise im Wochenverlauf, die zum Start in die aktuelle Woche bereits wieder etwas [...]
Die Ölmärkte sind auch zum Start in die neue Woche weiterhin von Unsicherheiten und geopolitischem Wirrwarr rund um den USA-Iran-Konflikt aber auch die Spannungen in Russland und der Ukraine belastet und betroffen. Dabei sorgten anhaltende Angriffe in beiden Kriegen für moderat gestiegene Preise im Wochenverlauf, die zum Start in die aktuelle Woche bereits wieder etwas sanken.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung Nachdem die USA fast aus den Nichts eine Diesel-Vereinbarung mit Russland ankündigte, sorgte dies an den internationalen Energiemärkten für einiges an Entspannung, was die Preise für Öl und dessen Produkte spürbar sinken lies. Heizöl kostet in der Bundesrepublik in direkter Folge heute -4,34 Euro weniger als vergangenen Freitag. Dennoch gibt es auch leichte Preisaufschläge über +1,05 Euro gegenüber Montag vergangener Woche, und nahezu identische Anstiege von +1,04 Euro im Vergleich zu vor einem Monat.
Langfristige Preisentwicklung Bei den längerfristigen Preisentwicklungen zeigen sich auch heute deutliche Preisanstiege über +28,91 Euro gegenüber dem Anfang der Sommersaison, als sich die Spannungen im Nahen Osten zwischenzeitig etwas beruhigt hatten. Deutlicher erkennbar sind die starken Preiserhöhungen bei Heizöl mit Blick auf die vergangenen beiden Jahre. So kostet das Ölprodukt in der Bundesrepublik aktuell +75,23 Euro mehr als vor einem Jahr und +72,00 Euro mehr als Mitte Oktober 2024.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Iran verstärkt Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus In den letzten beiden Wochen haben die Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus, einer wichtigen See-Handelsroute südlich des Iran, deutlich zugenommen. Die Angriffe machen den Öltransport aus und in den Nahen Osten deutlich schwieriger und bringen Sorgen vor Einschränkungen am Ölmarkt aufgrund ausfallender Lieferungen mit sich.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Russland lockert Diesel-Exportverbot nach US-Vereinbarung Vergangenes Wochenende haben die USA und Russland eine überraschende Vereinbarung zur Wiederaufnahme russischer Diesellieferungen getroffen. Vorerst sollen 500.000 Tonnen Kraftstoff auf den Weltmarkt gebracht werden, was die globalen Märkte kurzzeitig deutlich entlasten würde. Einige Händler bleiben dennoch vorsichtig und skeptisch.
– Trump verkündet „Energie-Waffenruhe“ zwischen Ukraine und Russland Am Sonntag verkündete der US-Präsident eine „Energie-Waffenruhe“ auf die sich Russland und die Ukraine geeinigt hätten. Die Ukraine zeigte sich überrascht aber grundsätzlich positiv zur Meldung. Seitdem wurden jedoch bereits wieder vermeintliche Angriffe auf Energieziele der Ukraine gemeldet, sodass die Waffenruhe allemal instabil sein dürfte.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 12.10.2026
USA betonen produktive Iran-Gespräche und wollen Angriffe aussetzen – Heizöl etwas teurerNachdem sich erst gestern Informationen verbreitet haben, dass der US-Präsident vermeintliche Angriffe gegen den Iran besprechen würde, erklärte Donald Trump am Abend, dass es keine solchen Angriffe geben soll. Während die Preise an den Ölbörsen vor dem persönlichen Statement noch deutlich anstiegen, brach der Anstieg damit am Donnerstagabend wieder ab und sorgte auch heute noch [...]
Nachdem sich erst gestern Informationen verbreitet haben, dass der US-Präsident vermeintliche Angriffe gegen den Iran besprechen würde, erklärte Donald Trump am Abend, dass es keine solchen Angriffe geben soll. Während die Preise an den Ölbörsen vor dem persönlichen Statement noch deutlich anstiegen, brach der Anstieg damit am Donnerstagabend wieder ab und sorgte auch heute noch für leichte Abwärtskorrekturen an den Ölbörsen, auch wenn die Preise derzeit noch über dem Niveau von Donnerstagvormittag stehen.
Donald Trump weist Meldungen zu vermeintlich geplanten Iran-Angriffen ab Zur Wochenmitte veröffentlichte das Magazin „The Atlantic“ einen Artikel, in welchem erklärt wurde, die USA plane umfassende Angriffe gegen den Iran, die noch bis spätestens zum 3. November stattfinden sollten. Genauere Details zu den Angriffen blieben damals aus, es wurde lediglich betont, dass die Angriffe noch vor den US-Zwischenwahlen Anfang November stattfinden sollten.
Die Aussagen der Meldung dementierte der US-Präsident gestern Abend in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Dort erklärte Trump gezielt, dass es keine Angriffe gegen den Iran vor den Midterm-Wahlen geben soll. Stattdessen würde es aktuell „Produktive Diskussionen mit der Islamischen Republik Iran“ geben, an denen man weiter festhalten wolle.
Ganz ohne Eigenlob und Sticheleien kam Donald Trump wie gewohnt aber doch nicht aus. So erklärte er, dass der Iran aktuell wirtschaftlich und militärisch in sehr schlechter Verfassung sei, und dass Öltransporte durch die Straße von Hormus ungebremst fortgesetzt würden. Ihmzufolge seien in der Nacht zum Donnerstag 22 Mio. Barrel durch die umkämpfte Meerenge südlich des Iran transportiert worden, was grob dem Niveau zu vor dem Konflikt im Nahen Osten entspricht.
Gestrige Preisrallye bremst ab – Heizöl etwas teurer als Donnerstagvormittag Mit der Meldung des US-Präsidenten am Donnerstagabend wurde auch die Stimmung an den Ölmärkten deutlich entspannter, nachdem es dort im gestrigen Tagesverlauf erst deutliche Kursanstiege gab. Ganz erholen konnten sich die Preise dennoch nicht, weshalb Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik heute mit leichten Preisaufschlägen über +1,05 bis +1,85 Euro pro 100 Liter rechnen müssen. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich anhand geopolitischer und markttechnischer Entwicklungen jederzeit ändern.