Geopolitische Verwicklungen halten Ölmarkt weiter volatil – Heizölpreis etwas günstiger erwartetKurz vor den am Dienstag stattfindenden Zwischenwahlen in den USA gab es Meldungen auf geopolitischer Ebene, die für einiges an Durcheinander an den (Öl-)Börsen gesorgt haben. Ein kurzer, starker Preisrutsch konnte sich am Dienstagnachmittag nicht lange halten, sodass es nur zu einem kurzen Kursrutsch kam, der schnell wieder ausgeglichen wurde. Inmitten der abgeschlossenen US-Zwischenwahlen und [...]
Kurz vor den am Dienstag stattfindenden Zwischenwahlen in den USA gab es Meldungen auf geopolitischer Ebene, die für einiges an Durcheinander an den (Öl-)Börsen gesorgt haben. Ein kurzer, starker Preisrutsch konnte sich am Dienstagnachmittag nicht lange halten, sodass es nur zu einem kurzen Kursrutsch kam, der schnell wieder ausgeglichen wurde. Inmitten der abgeschlossenen US-Zwischenwahlen und geopolitischen Diskussionen bleibt die Lage an den Öl- und Energiebörsen damit weiterhin angespannt und unsicher.
Katar meldet Bewegung bei US-Iran-Verhandlungen
Am frühen Dienstagnachmittag machten unbestätigte Meldungen die Runde, dass die USA einem Entwurf einer Absichtserklärung zur Friedensfindung mit dem Iran zugestimmt habe. Auch wenn eine Bestätigung seitens der Vereinigten Staaten ausblieb, meldete auch Katar, dass es Bewegung bei den Verhandlungen gäbe und man wieder positiver gestimmt sei. Die Informanten erwarten eine Rückmeldung mit eventuellen Anpassungen innerhalb von zwei Tagen.
Die Reaktion auf die Meldung an den Börsen war kurz, aber stark, sodass die Rohölpreise für wenige Minuten um rund -4% abgestürzt sind. Knapp eine Halbe stunde später drehte sich der Kurs wieder, nachdem die Informationen auf Seiten der USA unbestätigt blieben, sodass das Kursminus bei Rohöl letztlich kaum mehr ins Gewicht fiel. Die Entwicklung zeigt jedoch deutlich, wie unsicher und volatil die Energiemärkte zurzeit sind, und wie schnell Informationen die Börsen beeinflussen können.
Demokraten gewinnen Mehrheit im Senat bei US-Zwischenwahlen
In der Nacht zum Dienstag fanden die US-Zwischenwahlen statt, bei denen das Repräsentantenhaus und ein großer Teil des US-Senats gewählt werden. Während noch nicht alle Stimmzettel endgültig ausgezählt wurden, zeigen die Vorabschätzungen, dass die Demokraten in allen Bereichen gegen die Republikaner und damit die Partei des aktuellen US-Präsidenten gewonnen haben.
Bei entsprechender Bestätigung der Ergebnisse im Tagesverlauf und nach allen Anpassungen auf Regierungsseite, dürfte es dem US-Präsidenten damit deutlich schwerer fallen, seine zuletzt sehr erratische, hektische Politik durchzuführen, die unter der republikanischen Senatsführung teils deutlich schneller freigegeben wurde, als es unter der demokratischen Seite möglich wäre.
Heizöl etwas günstiger erwartet Inmitten der eher starken Volatilität am Ölmarkt gestern, kam es insgesamt dennoch zu leichten Kursverlusten bei den Rohöl- und Ölproduktbörsen. In direkter Folge wird heute Vormittag mit leichten Preisnachlässen beim Heizölpreis in der Bundesrepublik gerechnet. Aktuellen Vorhersagen zufolge dürften Heizölkäufer dadurch von Preisabschlägen über -1,00 bis -1,60 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag rechnen. Diese Zahlen sind wie gewohnt jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich im volatilen Marktumfeld jederzeit wieder ändern.
München (ots) – Nach Höchstwerten im September sind die Preise für Benzin und Diesel im Oktober wieder gefallen: Ein Liter Super E10 kostete im Durchschnitt 2,114 Euro und vergünstigte sich damit gegenüber dem Vormonat um rund 15,2 Cent. Der Preis für Diesel fiel um 12,5 Cent und lag damit im Monatsmittel bei 2,261 Euro. Wesentlicher Grund für den deutlichen Rückgang ist der zum 1. Oktober eingeführte und bis Ende des Jahres geltende Tankrabatt.
Am teuersten war Super E10 im vergangenen Monat am 13.10. mit 2,151 Euro. Bei Diesel lag der Höchstpreis am 27.10. bei 2,289 Euro. Am günstigsten war das Super-Tanken am 30.10. mit 2,068 Euro je Liter. Diesel war am 7.10. mit 2,226 Euro je Liter am günstigsten.
Der Monatsrückblick zeigt aus Sicht des ADAC, dass der Tankrabatt von rechnerisch rund 17 Cent je Liter zumindest bei Benzin zum Großteil an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde. Anders sieht es beim Diesel aus: Hier ist die Entlastung durch die Steuersenkung nur teilweise angekommen. Der Club fordert daher die konsequente Weitergabe des Tankrabatts.
Trotz dieser vorübergehenden Entlastung bleibt das Preisniveau aus Sicht des ADAC zu hoch und nicht vollständig nachvollziehbar.
Tankrabatt bringt im Oktober leichte Entspannung an den Zapfsäulen
Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC
Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Preisstatistik – Sinkende Heizölpreise; geopolitische Unsicherheit bleibt bestehenDas hin und her der Diplomatie-Versuche rund um den Nahen Osten und im Russland-Ukraine-Krieg setzt sich auch diese Woche weiter fort und hält die Kurse an den Ölbörsen entsprechend angespannt. Dabei kam es am Wochenende zu deutlichen Preisrückgängen, nachdem die USA Angriffe auf den Iran möglicherweise weiter verzögern will, die allgemeine Unsicherheit bleibt jedoch bestehen [...]
Das hin und her der Diplomatie-Versuche rund um den Nahen Osten und im Russland-Ukraine-Krieg setzt sich auch diese Woche weiter fort und hält die Kurse an den Ölbörsen entsprechend angespannt. Dabei kam es am Wochenende zu deutlichen Preisrückgängen, nachdem die USA Angriffe auf den Iran möglicherweise weiter verzögern will, die allgemeine Unsicherheit bleibt jedoch bestehen und zeigt sich in Form von teils deutlichen Schwankungen der Kurse an den Ölmärkten und beim Heizölpreis in Deutschland.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung Aus Gesprächen mit dem US-Präsidenten sickerte am Wochenende durch, dass weitere Angriffe gegen den Iran vorerst zurückgehalten werden sollen, und stattdessen diplomatische Lösungen priorisiert werden sollen. Die Meldung sorgte am frühen Montag für deutliche Preisrückgänge bei Heizöl, weshalb Heizöl in der Bundesrepublik pro 100 Liter aktuell durchschnittlich -4,15 Euro weniger kostet als vergangenen Freitag und -5,41 Euro weniger als vor einer Woche. Verglichen mit Anfang Oktober ist der durchschnittliche Kaufpreis aktuell dennoch +3,40 Euro höher als vor einem Monat.
Langfristige Preisentwicklung Die langfristigen Preisentwicklungen zeigen die Auswirkungen des seit Ende Februar laufenden Konflikt im Nahen Osten auf die Ölpreise deutlich an. Aufgrund der anhaltenden Versorgungsschwierigkeiten und Kriegssorgen kostet Heizöl in Deutschland aktuell durchschnittlich +35,86 Euro mehr als noch vor drei Monaten. Verglichen mit den Vorjahreswerten zahlen Abnehmer aktuell durchschnittlich +72,90 Euro mehr als vor einem Jahr, und +75,80 Euro mehr als Anfang November 2024.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort Am Wochenende kam es zu einem „massiven Drohnenangriff“ auf Industrieunternehmen im Bezirk Kstowo in Russland. Dabei wurde eine der größten Ölraffinerien des Landes beschädigt. Genaue Angaben zu den Schäden und möglichen Produktionsausfällen sind derzeit nicht bekannt.
– Risikolage im Nahen Osten bleibt erhöht In der vergangenen Woche kam es weiterhin zu Angriffen auf Schiffe innerhalb der Straße von Hormus, bei denen wiederholt Frachter, unter anderem Öltanker, von Projektilen getroffen und teils beschädigt wurden. Die Lage bleibt angespannt , Öltransporte in der Region sind weiterhin von hohen Risikoaufschlägen betroffen.
Was spricht für aktuell sinkende Preise?
– USA will Diplomatie mit Iran noch Zeit geben Ursprünglich hieß es aus Kreisen des Weissen Haus, dass endgültige Entscheidungen und eventuelle Angriffe gegen den Iran nach den Midterms am 3. November wieder hochgefahren werden sollen. Aktuellen Meldungen zufolge will Trump jetzt jedoch etwas zurückhaltender bleiben und auf erneuerte diplomatische Pläne setzen. Details sind bislang unbekannt.
– Russlands Ölprodukt-Exporte nehmen nach Ende von US-Strafzöllen zu Nachdem seitens der USA Mitte Oktober die Strafzölle gegen russisches Öl, dessen Produkte und den Import von ebenjenen Waren zeitweise abgestoppt wurde, stiegen die Exporte Russlands in der zweiten Oktoberhälfte deutlich an. Ob die Exporte inmitten anhaltender Angriffe der Ukraine so beibehalten werden können, ist derzeit unklar.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 02.11.2026