Nahost-Unsicherheiten und fragile Waffenruhen drücken Ölpreise weiter hochWoche 8 im Iran-US-Israel-Konflikt neigt sich dem Ende, ein echter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht. Die (See)-Straße von Hormus und damit die wichtigste Exportroute aus Nahost ist weiterhin gesperrt, sodass nur ein einstelliger Prozentsatz des sonst üblichen Schiffverkehrs die Meerenge passieren kann. Und auch wenn es neue und bestehende Waffenruhen geben soll, wird [...]
Woche 8 im Iran-US-Israel-Konflikt neigt sich dem Ende, ein echter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht. Die (See)-Straße von Hormus und damit die wichtigste Exportroute aus Nahost ist weiterhin gesperrt, sodass nur ein einstelliger Prozentsatz des sonst üblichen Schiffverkehrs die Meerenge passieren kann. Und auch wenn es neue und bestehende Waffenruhen geben soll, wird sich von allen Seiten nur bedingt an sie gehalten.
USA und Iran fangen Schiffe ab, auch unter Waffengewalt
Auch wenn der Konflikt im Nahen Osten weiterhin scharf bleibt, kündigte US-Präsident Donald Trump am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran an. Wie unsicher diese Ruhe ist, zeigt sich jedoch insbesondere dadurch, dass die Seiten dennoch bereit sind, Schiffe insbesondere nahe der Straße von Hormus unter Waffengewalt abzufangen oder aufzuhalten.
Dennoch reden die Seiten davon, dass sie ihre Angriffe aufeinander einstellen wollen, wenn auch mit allgemeiner Vorsicht zu dem Vorhaben. So kam in der Nacht zum Freitag ein weiterer US-Flugzeugträger im Arabischen Meer an, zudem wurde der Befehl erteilt, alle möglichen Minenlegeschiffe sofort anzugreifen und zu zerstören. Und auch der Iran meldete, man bleibe weiter in Alarm- und Angriffsbereitschaft falls Eskalationen zustande kommen könnten.
Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert, nicht eingehalten
Während Sicherheits-Insidern zufolge die Angriffe Israels auf den Iran seit einigen Tagen eingestellt wurden, kommt es noch immer zu regelmäßigen Angriffen zwischen Israel und dem Libanon, genauer genommen der Hisbollah-Miliz, trotz bestehender Waffenruhen. Dennoch wurde die Waffenruhe laut US-Präsident Trump um drei Wochen verlängert, obwohl sie in den letzten Wochen immer wieder aufs neue gebrochen wurde.
Zuletzt gab das israelische Militär an, eine Raketenabschussrampe der Hisbollah angegriffen zu haben, nachdem die Miliz trotz bestehender Waffenruhen Raketen auf den Norden Israels abgefeuert habe. Die stetige Unsicherheiten zu Waffenstillstand, Verhandlungen und Konflikt hält auch die Ölmärkte unruhig, während die anhaltende Sperre der Straße von Hormus die Preise an den Ölbörsen in den letzten Tagen stetig weiter ansteigen ließ.
Moderate Aufschläge bei Heizöl erwartet
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den weiterhin stark eingeschränkten Ölexporten durch die Straße von Hormus steigen die Preise an den Ölbörsen und in direkter Konsequenz auch bei Heizöl. In der Bundesrepublik muss heute deshalb mit durchschnittlichen Preisaufschlägen über +3,20 bis +4,70 Europro 100 Liter Heizöl gegenüber Donnerstagvormittag gerechnet werden. Aufgrund der anhaltenden und fragilen Unsicherheiten im Nahen Osten sind diese Zahlen jedoch nur Näherungen und können sich potentiell schnell und stark ändern.
Fronten am Persischen Golf bleiben verhärtet – Ölpreis steigt wiederSeit fast sieben Wochen ist die Straße von Hormus nun gesperrt, kaum ein Tanker kommt durch, die globale Öl- und Gasversorgung gerät immer mehr unter Druck. Unterdessen haben sich die beiden Kriegsparteien Iran und USA in eine Art Pattsituation hineinmanövriert, die ein schnelles Ende der Krise immer unwahrscheinlicher macht. Straße von Hormus bleibt blockiert [...]
Seit fast sieben Wochen ist die Straße von Hormus nun gesperrt, kaum ein Tanker kommt durch, die globale Öl- und Gasversorgung gerät immer mehr unter Druck. Unterdessen haben sich die beiden Kriegsparteien Iran und USA in eine Art Pattsituation hineinmanövriert, die ein schnelles Ende der Krise immer unwahrscheinlicher macht.
Straße von Hormus bleibt blockiert
Wo es vor einigen Wochen noch Hoffnung gab, dass die Straße von Hormus schnell wieder frei befahrbar sein könnte, ist sie jetzt im Grunde sogar noch mehr gesperrt als zuvor, denn auch die USA haben inzwischen eine Seeblockade eingesetzt. Sie versuchen, den Iran daran zu hindern, weiter Öl zu exportieren.
Gleichzeitig hat Donald Trump die geltende Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien erst gestern auf unbestimmte Zeit verlängert, während der Iran Washington in der Frage, ob man an Gesprächen teilnehmen möchte, zappeln lässt. Gleichzeitig überziehen sich weiterhin beide Parteien zu gleichen Teilen mit Häme und mit Drohungen.
Ölmarkt ächzt unter ausbleibenden Öl- und Gaslieferungen
Für den globalen Energiemarkt wird die Situation unterdessen immer dramatischer, denn mit jedem Tag, den die Exporte aus der Golfregion ausbleiben, verschärft sich die Angebotsverknappung am Weltmarkt. Üblicherweise werden durch die Straße von Hormus täglich etwa 20 Prozent des täglichen Öl- und Gasbedarfs transportiert.
Preise im Inland wieder teurer
Entsprechend bleiben die börsengehandelten Rohölpreise hoch, die europäische Referenzsorte Brent stieg gestern erstmals seit 10 Tagen wieder nachhaltig über 100 Dollar. Die Inlandspreise orientieren sich damit erneut nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Aufschlägen von ca. +1,95 bis +3,45 Euro/100l zu Mittwochmorgen rechnen.
Verlängerung der Iran-USA-Waffenruhe dämpft Optimismus der Ölmärkte – Heizöl deutlich teurer erwartetAm späten Dienstagabend kündigte US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran rund um die Spannungen im Nahen Osten an. Die Meldung dämpfte die Hoffnungen auf ein zeitnahes Kriegsende etwas ab und sorgte an den Ölbörsen für einen leichten Preisanstieg, insbesondere im Bereich der Ölprodukte. Verlängerung der Waffenruhe dämpft Optimismus [...]
Am späten Dienstagabend kündigte US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran rund um die Spannungen im Nahen Osten an. Die Meldung dämpfte die Hoffnungen auf ein zeitnahes Kriegsende etwas ab und sorgte an den Ölbörsen für einen leichten Preisanstieg, insbesondere im Bereich der Ölprodukte.
Verlängerung der Waffenruhe dämpft Optimismus Als der US-Präsident am späten Dienstagabend eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran auf unbestimmte Zeit ankündigte, dämpfte dies den Optimismus der Märkte zu einem baldigen Kriegsende deutlich ab. Während des damit am späten Dienstagabend zu kurzen aber sehr deutlichen Preiserhöhungen kam, flachten diese schon wieder etwas ab, dennoch sind die Preise an den Ölbörsen aktuell noch immer knapp 3 Prozent höher als am Dienstagvormittag.
Für viele Marktteilnehmer stand die Hoffnung, dass vor dem Ende der Waffenruhen ein mögliches Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA zumindest grundsätzlich aufgesetzt wird. Eine Verlängerung der Waffenruhen lässt zwar weiterhin auf eine grundsätzliche Annäherung im Iran-Krieg hoffen, ist jedoch dennoch etwas weniger als viele Marktteilnehmer und Länder sich erhofft hatten.
Auch seitens des Iran kam die Meldung wohl eher überraschend. Vertreter aus Teheran meldeten sich Mittwochvormittag und betonten eine allgemeine Skepsis, da die Ankündigung einer Waffenruhe einseitig und ohne vorherige Absprachen mit dem Iran erfolgte. Teheran zufolge sei man sehr skeptisch zu dem Vorgehen und werde eine allgemeine Alarmbereitschaft aufrecht halten.
Heizöl deutlich teurer erwartet Mit den deutlichen Preisanstiegen bei den Ölproduktmärkten gibt es auch deutliche Aufschläge bei Heizölkäufen in der Bundesrepublik. Abnehmerinnen und Abnehmer müssen heute deshalb mit moderaten Preiserhöhungen beim Heizölkauf über +5,50 bis +7,00 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu Dienstagvormittag rechnen. Da die Preise sich im Rahmen der Entwicklungen im Irankonflikt jedoch schnell ändern können, sind diese Angaben ohne Gewähr.