- Preisstatistik – Anhaltende Nahost-Auseinandersetzungen treiben Ölpreise höher
Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten laufen seit mittlerweile 6 1/2 Monaten, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Tatsächlich verschlimmerte sich die Lage im Nahen Osten in den letzten Tagen deutlich, nach eskalierenden Schiffsangriffen zwischen den USA und Iran sowie durch verstärkte Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi Arabien. Neue Angriffe auf saudische Ölanlagen verschärfen [...] - Eskalationen im Nahen Osten nehmen deutlich zu – Heizöl erheblich teurer
Die bereits angespannten Konflikte im Nahen Osten, sei es rund um den Iran aber auch zu den Auseinandersetzungen zwischen Saudi Arabien und der Huthi-Miliz haben diese Woche drastisch zugenommen. Händler rechnen damit, dass die Konsequenzen des Kriegs, wenn nicht sogar der Konflikt selbst, uns bestimmt noch das restliche Jahr und darüber hinaus begleiten werden. Die [...] - Trotz ausbleibender Deeskalation im Nahen Osten: Heizölpreise teils etwas weicher erwartet
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich immer noch keine Entspannung ab. Vielmehr scheint die Lage weiter zu eskalieren. Aktuellen Schätzungen des US-Energieministeriums zufolge dürfte es im laufenden Jahr angesichts der geringeren Angebotsmengen aus der Golfregion zu einem deutlichen Angebotsdefizit kommen. Für 2027 rechnet die Energy Information Administration (EIA) jedoch mit einem [...]

Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten laufen seit mittlerweile 6 1/2 Monaten, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Tatsächlich verschlimmerte sich die Lage im Nahen Osten in den letzten Tagen deutlich, nach eskalierenden Schiffsangriffen zwischen den USA und Iran sowie durch verstärkte Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi Arabien. Neue Angriffe auf saudische Ölanlagen verschärfen die Einschränkungen in den Öllieferungen aus Nahost seit Ende der vergangenen Woche erheblich. Die Ölbörsen reagierten darauf mit deutlichen Preisaufschlägen bei Öl und dessen Produkten, darunter Heizöl, welches auf dem derzeit teuersten Stand seit März 2022 gehandelt wird.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die kürzlichen Eskalationen im Kampf zwischen den USA und dem Iran rund um den Verkehr in der Straße von Hormus, sowie der hochkochende Konflikt rund um die jemenitische Huthi-Miliz, sorgten für Druck am Ölmarkt und anhaltende Versorgungs-Sorgen für den Markt. Die Heizölpreise in der Bundesrepublik stiegen in direkter Folge im Vergleich zu vergangenem Freitag um +2,57 Euro pro 100 Liter und erreichten damit ein 4 1/2 – Jahres-Hoch. Im Vergleich zu vergangenem Montag kostet Heizöl heute Vormittag durchschnittlich +12,61 Euro mehr, und gegenüber Mitte August knapp +28,85 Euro mehr.
Langfristige Preisentwicklung
Die langfristigen Preisverläufe zeigen weiterhin eindrucksvoll, wie stark der Nahost-Konflikt die Preise an den Ölmärkten in die Höhe katapultiert hat. So kosten 100 Liter Heizöl aktuell +54,75 Euro mehr als vor drei Monaten, als die schlimmsten Spannungen des Konflikts sich für eine Weile beruhigt hatten. Blicken wir weiter zurück auf die Vorjahreswerte, als die Situation rund um Nahost und insbesondere den Iran deutlich ruhiger war, zahlen Käufer von Heizöl aktuell +76,95 Euro mehr als vor einem Jahr, und +79,38 Euro mehr als im September 2024. Der Preisanstieg bei letzterem entspricht einer Verteuerung von +90,4 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Vorläufige Außerbetriebnahme saudischer Ost-West-Pipeline
Im Rahmen der Auseinandersetzungen im Nahen Osten wurde eine der wichtigsten saudischen Export-Pipelines getroffen und vorübergehend außer Betrieb genommen. Wie umfassend die Schäden sind, ist nicht bekannt, auch wann die Anlage wieder in Betrieb geht ist noch offen.
– Iran und USA offen für Eskalation des Krieges
Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA haben in den letzten Wochen erheblich zugenommen, keines der Länder möchte klein beigeben und beide Seiten deuteten mehrfach an, für weitere Eskalationen bereit zu sein, sollte das jeweils andere Land seine Aggressionen und Angriffe auf Schiffe und Ölanlagen nicht unterlassen.
– China baut Ölimporte wieder aus
Während die Versorgungslage aufgrund der geopolitischen Spannungen deutlich angespannt bleibt, sucht auch China derzeit wieder deutlich mehr Ölimporte als in den letzten Monaten. Damit wird das bereits knappe Angebot auf noch mehr Kunden gestreckt, was die Preise am Weltmarkt weiter erhöht.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 14.09.2026

Die bereits angespannten Konflikte im Nahen Osten, sei es rund um den Iran aber auch zu den Auseinandersetzungen zwischen Saudi Arabien und der Huthi-Miliz haben diese Woche drastisch zugenommen. Händler rechnen damit, dass die Konsequenzen des Kriegs, wenn nicht sogar der Konflikt selbst, uns bestimmt noch das restliche Jahr und darüber hinaus begleiten werden. Die Preise an den Ölbörsen stiegen dabei gestern erheblich an, besonders, da die jemenitische Miliz ihren Einfluss auf das Rote Meer mit der gestrigen Übernahme des Hafen von Mokka ausgeweitet hat.
Huthi-Miliz übernimmt Hafen von Mokka – Ölmärkte werden nervös
Die politisch-religiöse Huthi Miliz im Jemen ist einer der wichtigsten Partner des Iran und steht seit Jahren im Konflikt mit Saudi Arabien für deren Einfluss im Bürgerkrieg innerhalb des Jemen. In Zusammenarbeit mit dem Iran hat die Miliz in den letzten Wochen ihre Angriffe gegen die Saudis und deren Ölindustrie erheblich hochgefahren. Seit Ende Juli blockiert die militärische Milizgruppe zudem die Durchfahrt von Schiffen und Waren aus Saudi Arabien durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, eine enge Handelsroute im Südosten des Roten Meers, die als weltweit wichtige Handels- und Transportroute über den Suez-Kanal zum asiatischen Markt gilt.
Innerhalb der Ausweitung des jemenitischen Bürgerkriegs in den letzten Wochen gelang es der Huthi-Miliz gestern, den Hafen von Mokka im Westen des Jemen einzunehmen und damit einen weiteren, strategisch wichtigen Punkt in der Kontrolle der Meerenge von Bab el-Mandeb zu übernehmen. Damit sieht sich nicht nur Saudi Arabien deutlich stärker unter Druck gesetzt, deren Schiffe und Häfen zuletzt wiederholt von der Miliz angegriffen wurden, auch der globale Handel könnte erheblich eingeschränkt werden, falls die Huthi eine Durchfahrt durch das Rote Meer zugunsten des Iran komplett blockieren sollten.
Heizölpreise vor dem Wochenende erheblich gestiegen
Die Entwicklungen im Nahost-Konflikt und die Ausweitung des Einflusses der Huthi-Miliz ließ die Ölbörsen am Donnerstagnachmittag mit erheblichen Preisanstiegen bei Öl und dessen Produkten reagieren. Diese Kosten treffen unweigerlich auch die Heizölkäuferinnen und Käufer in der Bundesrepublik, die deshalb für Freitagvormittag mit Preisanstiegen über durchschnittlich +4,60 bis +5,60 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen müssen. Da die geopolitischen Entwicklungen in den letzten Tagen jedoch sehr unvorhersehbar sind, stellen diese Preise nur eine Momentaufnahme dar und können sich jederzeit wieder ändern.

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich immer noch keine Entspannung ab. Vielmehr scheint die Lage weiter zu eskalieren. Aktuellen Schätzungen des US-Energieministeriums zufolge dürfte es im laufenden Jahr angesichts der geringeren Angebotsmengen aus der Golfregion zu einem deutlichen Angebotsdefizit kommen. Für 2027 rechnet die Energy Information Administration (EIA) jedoch mit einem umfangreichen Überangebot.
Hormus: Iran droht Schiffen mit dauerhaftem Durchfahrverbot
Anfang der Woche hieß es aus dem Iran, die Islamische Republik werde eine Sperrzone vor der Straße von Hormus einführen. Am gestrigen Mittwoch drohte nun der Sprecher der Revolutionsgarden (Islamic Revolutionary Guards Corps, kurz: IRGC), dass jedes Schiff, das in diese Sperrzone einfahre, mit einem dauerhaften Durchfahrverbot für die Meerenge belegt werde. Unklar bleibt derweil noch, wo diese Sperrzone genau verlaufen soll. Dies werde noch bekannt gegeben, so der IRGC-Sprecher.
Darüber hinaus gab ein hochrangiger Vertreter der iranischen Regierung an, der Iran werde noch schärfere Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, sollten die USA ihre Angriffe auf iranisches Territorium sowie die Infrastruktur des Landes nicht beenden. Mittlerweile verfüge der Iran über genügend Raketen, um einen lang andauernden Konflikt auszutragen, so der Regierungsvertreter.
EIA korrigiert Preisprognosen für 2026 und 2027 nach oben
Angesichts der erneuten Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie der weiterhin stark eingeschränkten Schifffahrt in der Straße von Hormus geht die EIA in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht für 2026 von einem Angebotsdefizit von knapp 2 Mio. B/T aus. Für 2027 rechnen die Experten dagegen mit einer Überversorgung von 4,9 Mio. B/T.
Die Preiserwartungen für die europäische Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI wurden von der EIA für dieses und das kommende Jahr nach oben korrigiert. So dürfte ein Barrel Brent 2026 mit durchschnittlich 91,01 Dollar etwa 4 Dollar mehr kosten, als es die EIA noch im August erwartet hatte. Für 2027 prognostiziert die Behörde zwar immer noch einen Preisrückgang, mit 73,74 Dollar pro Barrel dürfte Brent allerdings ebenfalls rund 4 Dollar mehr kosten als laut dem August-Bericht der EIA.
Heizölpreise teils etwas weicher erwartet
Während Brent gestern erstmals seit Ende Juli wieder oberhalb der 100 Dollar-Marke schloss, kletterte Gasoil zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang April. Heute Morgen kam der Gasoil-Kontrakt allerdings nicht über das Hoch von gestern hinaus. Stattdessen gab er zuletzt wieder leicht nach. Dies führt bei den Inlandspreisen dazu, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet derzeit teils noch mit leichten Abschlägen rechnen dürfen. Insgesamt werden die Preise bei –0,40 bis +0,20 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Mittwochvormittag erwartet. Diese Zahlen sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich je nach geopolitischen Entwicklungen jederzeit ändern.