- Neue Friedenshoffnung in Nahost – Heizölpreise fallen
Erneut gibt es Hoffnungen auf ein Ende des festgefahrenen Konflikts im Nahen Osten. Schon seit Anfang der Woche hieß es immer wieder, dass Gespräche geführt würden, obwohl der Iran dies stehts bestritt. Doch nun scheint ein neuer Vorschlag der Vermittlernationen Katar, Pakistan und Oman auf dem Tisch zu liegen. 60 Tage freie Fahrt Der [...] - Kraftstoffpreise im Juli: Diesel verteuert sich um fast 28 Cent – ADAC Auswertung: Super E10-Preis steigt innerhalb von drei Wochen um mehr als 15 Cent
München (ots) - Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro [...] - Preisstatistik – Neue Hoffnung auf USA/Iran-Gespräche lassen Preise sinken
Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. [...]

Erneut gibt es Hoffnungen auf ein Ende des festgefahrenen Konflikts im Nahen Osten. Schon seit Anfang der Woche hieß es immer wieder, dass Gespräche geführt würden, obwohl der Iran dies stehts bestritt. Doch nun scheint ein neuer Vorschlag der Vermittlernationen Katar, Pakistan und Oman auf dem Tisch zu liegen.
60 Tage freie Fahrt
Der Entwurf orientiert sich offenbar stark an dem im Juni ausgehandelten Interimsabkommen, das nur wenige Wochen hielt. Entsprechend ist eine 60 Tage geltende Regelung des Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus enthalten, während der es keine Gebühren oder sonstige Abgaben für die Durchfahrt der Passage geben soll.
Zudem sollen Schiffe, die in den Persischen Golf einlaufen, eine Route näher an der iranischen Küste nutzen, wohingegen auslaufende Schiffe in Koordination mit dem Iran die Fahrrinne nahe dem Oman nutzen sollen. Darüber hinaus sieht der Entwurf vor, dass der Iran und der Oman mit der Räumung der Minen in der mittleren Fahrrinne beginnen.
Ölpreise auf neuem Monatstiefstand
Ob die beiden Kriegsparteien sich tatsächlich auf den neuen Friedensvorschlag einlassen, bleibt abzuwarten. Am Ölmarkt greift allerdings jetzt schon wieder der Optimismus um sich und die börsengehandelten Ölpreise rutschten schon gestern auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni.
Auch heute bleiben die Ölbörsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, auch, wenn sie die Abwärtsbewegung erst einmal nicht fortsetzen. Offenbar wollen die Marktteilnehmer doch erst einmal konkrete Ergebnisse im Nahen Osten sehen, bevor sie weiter auf fallende Preise setzen.
Inlandspreise günstiger als gestern
Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute aber allein durch den gestrigen Preisrutsch an den Ölbörsen klare Abschläge im Vergleich zu gestern morgen. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen damit im Bundesgebiet etwa -3,90 bis -4,90 Euro pro 100 Liter.

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9 Cent mehr. Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23. Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro immerhin 15,2 Cent mehr.
Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263 Euro kostete.
Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90 US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. Bei langfristigem Vergleich bleiben die Preise allerdings auf wesentlich höherem Niveau, da die Angebotssituation weiterhin angespannt bleibt.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Angesichts der Äußerungen Trumps und der damit wieder aufkeimenden Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran blieben die Inlandspreise im Vergleich zum Freitag ab. So kosteten 100 Liter Heizöl vor dem Wochenende noch durchschnittlich 141,02 Euro, heute hingegen lag der Preis für 100 Liter im Bundesdurchschnitt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung bei 136,97 Euro und damit etwa 4 Euro niedriger. Auf Wochensicht haben sich die Inlandspreise dagegen mit einem Plus von 0,04 € pro 100 Liter Heizöl kaum geändert. Auf Monatssicht ist der Durchschnittspreis heute allerdings immer noch wesentlich teurer. So kosteten 100 Liter Heizöl am 03. Juli 126,60 Euro und damit etwa 8 % weniger als heute.
Langfristige Preisentwicklung
Die preistreibende Wirkung des Iran-Konflikts auf die Inlandspreise, spiegelt sich bei der Betrachtung der langfristigen Heizölpreisentwicklung und im Mehrjahresvergleich weiterhin besonders deutlich wider. Hier zeigt sich, dass die Preisniveaus immer noch weit oberhalb der Durchschnittsniveaus des entsprechenden Vorjahreszeiträume liegen. Ende Juni, als zwischen den USA und dem Iran eine vorläufige Waffenruhe galt, näherte sich das Inlandspreisniveau zwar dem der Vorjahre an, die erneute Eskalation, zu der es im Juli kam, sorgte jedoch wieder für deutlich höhere Inlandspreise als in den Vorjahren. So bleibt im Vergleich zu Ende Juli immer noch ein Plus von rund 47 % stehen, während die Inlandspreise im Durchschnitt heute noch rund 40 % (+38,74 € pro 100 Liter Heizöl) höher sind als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Naher Osten bleibt Konfliktherd
Die Konfliktsituation im Nahen Osten bleibt weiterhin Thema, denn die Sperrungen wichtiger Wasserstraßen sorgen trotz der jüngsten Meldungen zu Gesprächen zwischen den USA und dem Iran auch weiterhin für Angebotsprobleme. So ist inzwischen nicht nur die Straße von Hormus gesperrt, auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen durch die vom Iran gestützten Huthi. Hinzu kam in der Vergangenen Woche eine Ausweitung des Konflikts auf den Irak. Auch an einem ägyptischen Mittelmeerhafen schlug eine Drohne ein.
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölprodukten am Weltmarkt aktuell deutlich.
– Angebotsausfälle in Kasachstan
Nachdem ein wichtiger Export-Terminal im Schwarzen Meer nach einer durch einen Drohnenangriff verursachten Verladepause den Betrieb wiederaufgenommen hatte, sorgte ein weiterer Drohnenangriff im Verlauf der vergangenen Woche für einen erneuten Betriebsstopp. An dem Export-Terminal wird üblicherweise der Großteil der Ölmengen aus Kasachstan exportiert. Durch den Ausfall an dem Hafen kommt es zu einem zusätzlichen Angebotsausfall, der am Ölmarkt die Preise stützt.
– Niedrige Wasserpegel und hohe Frachtraten
Die aktuelle Trockenheit sorgt seit Wochen dafür, dass die Binnenschifffahrt auf den deutschen Wasserstraßen immer schwerer wird. Je niedriger die Wasserpegel, desto weniger Ladung kann transportiert werden, was zu hohen Frachtraten und zu Problemen bei der Nachversorgung führt. An einigen Rheinstationen wurden sogar bereits historische Niedrigwasserstände verzeichnet. Auch in den nächsten Tagen dürfte sich an dieser Situation nicht viel ändern.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Angebliche Aussicht auf erneute Gespräche zwischen USA und Iran
US-Präsident Trump am Wochenende verkündete am Wochenende, es werde erneut Gespräche mit dem Iran geben, die bereits heute beginnen sollen. Am Markt nährt dies wieder die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts kommen könnte. Die Skepsis am Markt dürfte jedoch erst einmal bestehen bleiben, denn noch wurde die Aussage Trumps von iranischer Seite noch nicht bestätigt.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 03.08.2026