- Preisstatistik – Friedensprozess mit Schwierigkeiten – Preise sinken langsam
Die Friedensgespräche und Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran sind weiter im Gange, treffen jedoch immer wieder auf Widerstände. Damit entspannt sich die Lage im Vergleich zu den Vormonaten zwar weiter, während die Schifffahrt rund um die Meerenge der Straße von Hormus vergangenes Wochenende nur leicht anstieg. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, da weiterhin [...] - Zweite Runde der Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran verschoben – Ölpreise steigen leicht an
Die Abwärtsbewegung der Ölpreise, inklusive Produkte wie Heizöl, bremste am Donnerstagabend wieder ab. Scheinbar kommt es weiterhin zu Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon, obwohl der Angriffsstopp ein wichtiger Konfliktpunkt für den Iran darstellte. Mittlerweile wurden die ursprünglich für heute geplanten, erweiterten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verschoben, weshalb die Preise [...] - USA und Iran unterzeichnen Abkommen – Heizöl etwas günstiger
Eigentlich war eine feierliche Unterschriftenzeremonie in der Schweiz geplant, doch am Ende ging es dann ganz schnell und unglamourös: Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben gestern das vorläufige Abkommen zwischen den USA und Iran unterzeichnet. Die Ölpreise gaben in der Folge weiter nach und auch die Heizölpreise sind heute wieder etwas günstiger [...]

Die Friedensgespräche und Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran sind weiter im Gange, treffen jedoch immer wieder auf Widerstände. Damit entspannt sich die Lage im Vergleich zu den Vormonaten zwar weiter, während die Schifffahrt rund um die Meerenge der Straße von Hormus vergangenes Wochenende nur leicht anstieg. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, da weiterhin Spannungen zwischen den USA und dem Iran, aber auch rund um den Libanon und Israel herrschen.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verlaufen holprig aber mit gelegentlichen Erfolgen, weshalb die Preise an den Ölbörsen immer wieder leicht nach unten korrigiert werden, dabei in der vergangenen Woche jedoch nicht stabil genug blieben, um eine anhaltende Abwärtsbewegung zu zeigen. Entsprechend kostet Heizöl heute etwa genauso viel wie vergangenen Freitag, ist gegenüber letztem Montag jedoch durchschnittlich -2,41 Euro pro 100 Liter günstiger. Da die Lage jedoch deutlich optimistischer aussieht als noch vor einem Monat, sind die Heizölpreise in der Bundesrepublik heute -14,18 Euro günstiger als Ende Mai.
Langfristige Preisentwicklung
Bei den langfristigen Entwicklungen zeigt sich deutlich, wie weit wir noch von Vorkriegspreisen entfernt sind, wie deutlich näher man aber auch in den letzten Wochen und Monaten gekommen ist. So zahlen Heizölkäufer aktuell durchschnittlich -33,25 Euro weniger als vor 3 Monaten, zur frühen Zeit des Nahostkonflikts. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind dennoch noch deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. So kosten 100 Liter Heizöl in Deutschland aktuell rund 13,02 Euro mehr als im Juni 2025, und 10,19 Euro mehr als noch vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Trump-Drohungen und Hormus-Sperren sorgen für Anspannung
Sprachen die Märkte letzte Woche noch von Friedensabkommen und Öffnen der Straße von Hormus, kam es vergangenes Wochenende schon wieder zu Drohungen auf beiden Verhandlungsseiten. Die aktuelle Lage ist dabei zwar besser als noch vor wenigen Wochen, aber insgesamt dennoch unsicher und angespannt.
– Angriffe auf russische Ölanlagen nehmen weiter zu
Die Angriffe zwischen der Ukraine und Russland nahmen in den letzten Wochen wieder deutlich zu. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Schäden an russischen Ölanlagen und Exportlinien, was die internationale Ölverfügbarkeit weiter einschränkt.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– USA/Iran-Gespräche scheinbar überraschend konstruktiv
Auch wenn es weiterhin Spannungen zu den Nahost-Friedensverhandlungen gibt, kommen sich beide Seiten näher und wollen mittels dedizierter Arbeitsgruppen weiter zusammenarbeiten. Auch der Schiffsverkehr rund um die Handelsroute der Straße von Hormus öffnete sich etwas, bleibt jedoch noch immer eingeschränkt.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 22.06.2026

Die Abwärtsbewegung der Ölpreise, inklusive Produkte wie Heizöl, bremste am Donnerstagabend wieder ab. Scheinbar kommt es weiterhin zu Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon, obwohl der Angriffsstopp ein wichtiger Konfliktpunkt für den Iran darstellte. Mittlerweile wurden die ursprünglich für heute geplanten, erweiterten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verschoben, weshalb die Preise an den Ölbörsen und damit auch bei Heizöl wieder leicht angestiegen sind.
Iran verschiebt weitere Friedensgespräche aufgrund Angriffe im Libanon
Während die Straße von Hormus heute eigentlich vollständig geöffnet werden sollte, und die zweite Verhandlungsphase zur Friedensfindung über das aktuell vorläufige Abkommen hinaus stattfinden sollte, brach der Iran seine Reise in die Schweiz für entsprechende Gespräche ab. Weitere Verhandlungen wurden dem iranischen Sender Al-Mayadeen zufolge ebenfalls vorübergehend ausgesetzt, bis der vom Iran geforderte Waffenstillstand auch im Libanon und von Israel eingehalten wird.
Bereits vor der Unterzeichnung des bisher bestehenden Rahmenvertrags betonte die Regierung Teherans, dass eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen nur stattfinden wird, wenn Israel seine Kampfhandlungen und die Besetzung von Gebieten im Libanon beenden würde. Da die Angriffe sich jedoch noch über die letzten Tage fortsetzten, sollen vorerst keine weiteren Friedensgespräche zwischen dem Iran und der USA stattfinden, bis die Angriffe rund um den Libanon aufhören.
In direkter Folge rief US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend dazu auf, dass alle Parteien die Waffen ruhen lassen sollen. „Wir ermutigen alle Akteure im Nahen Osten, weiterhin dazu beizutragen, dass sich unsere (Friedens-)Verhandlungen auf wunderbare Weise entfalten können“, so Trump. „Wir erwarten einen vollständigen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich Libanon, Hisbollah und Israel“.
Nervöse Märkte aufgrund verzögerter Verhandlungen
Während sich die Frachtunternehmen bereits darauf vorbereiten, die Ölexportroute der Straße von Hormus im Nahen Osten zu durchqueren, nachdem diese im Rahmen des Nahostkonflikts seit März fast vollständig gesperrt war, kommt die Vorfreude auf freie Marktbewegungen jetzt wieder ins Stocken. Zwar wird davon ausgegangen, dass die Seeroute zeitnah wieder geöffnet wird, Unsicherheiten bleiben bei den Reedereien und Frachtunternehmen trotzdem, gerade da es bisher noch keine offizielle Öffnung durch den Iran gab, als auch keine Info dazu, ob noch Minen in der Meerenge liegen.
Heizölpreise steigen leicht an
Mit den Unsicherheiten aus dem Nahen Osten stiegen die Preise an den Rohölbörsen seit Donnerstagabend wieder leicht an. Das macht sich auch an den Heizölpreisen in der Bundesrepublik bemerkbar. Deshalb müssen Abnehmer von Heizöl aktuell mit moderaten Aufschlägen über +1,40 bis +2,00 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen.

Eigentlich war eine feierliche Unterschriftenzeremonie in der Schweiz geplant, doch am Ende ging es dann ganz schnell und unglamourös: Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben gestern das vorläufige Abkommen zwischen den USA und Iran unterzeichnet. Die Ölpreise gaben in der Folge weiter nach und auch die Heizölpreise sind heute wieder etwas günstiger als gestern.
14-Punkte-Plan ist unterschrieben
Zu Journalisten sagte Trump nach einem Abendessen im Schloss Versailles am Rande des G7 Gipfels in Frankreich: „Hab’s grade unterzeichnet.“ Irans Außenministerium teilte mit, Trumps Amtskollege Peseschkian habe das Abkommen mit seiner digitalen Unterschrift versehen. In digitaler Form war das Abkommen, das 14 Punkte beinhaltet, bereits am Wochenende von US-Vizepräsident JD Vance und dem Chefunterhändler Irans unterzeichnet worden.
Straße von Hormus soll wieder frei befahrbar sein
Damit treten nun die im vorläufigen Abkommen ausgehandelten Beschlüsse in Kraft, darunter neben dem sofortigen Ende aller Militäroperationen auch die Öffnung der Straße von Hormus. So sollen die USA ihre Seeblockade gegen den Iran innerhalb von 30 Tagen vollständig beenden, der Iran verzichtet im Gegenzug auf Gebühren für die Durchfahrt der Meerenge und lässt alle Schiffe wieder frei passieren. Damit stünde der Wiederaufnahme der Exportströme durch die wichtige Handelsstraße zumindest auf dem Papier nichts mehr im Weg.
60 Tage Frist für endgültiges Abkommen
Die beiden Kriegsparteien haben nun laut Abkommen 60 Tage Zeit, eine endgültige Einigung zu erzielen. Diese würde dann auch konkrete Maßnahmen zum Umgang mit Irans Atomprogramm beinhalten, dem wohl größten Streitpunkt zwischen den beiden Ländern. Eine Verlängerung dieser Frist ist laut Abkommen aber möglich, sollten beide Parteien dafür stimmen.
Ende der Krise in Sicht – Ölpreise sinken
Für den Ölmarkt bedeutet der Fortschritt im Konflikt am Persischen Golf ein deutliches Aufatmen, denn die Chance, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nun mittelfristig wieder anlaufen kann, ist damit deutlich größer geworden. Vor dem Krieg wurden durch die Meerenge täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasbedarfs transportiert.
Der Exportstau, der mit der Sperrung der Wasserstraße Anfang März einher ging, hat eine der größten Energiekrisen der Geschichte ausgelöst und den Ölpreis teilweise auf über 100 Dollar katapultiert. Nun scheint allerdings eine Rückkehr zur Normalität zumindest theoretisch wieder möglich, so dass die Ölpreise nachgeben und ein Barrel der europäischen Referenzsorte Brent heute früh bei etwa 78 Dollar gehandelt wird.
Heizöl mit Abschlägen
Bei den Inlandspreisen sind ebenfalls leichte Preisabschläge spürbar, wobei hier die Unterschiede je nach Region weiterhin groß sind. Durchschnittlich fallen die Heizölpreise im Bundesgebiet heute um etwa -0,70 bis -1,30 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Morgen.