- Preisstatistik – Streit und Diskussionen um Straße von Hormus setzen sich fort
Mit dem Start in die neue Woche bleibt die Lage an den Ölmärkten ähnlich angespannt wie in den letzten Wochen. Die Diskussionen rund um die Seeroute "Straße von Hormus", und die Streitigkeiten zwischen den USA und dem Iran dazu, wem sie gehört und wie die Schifffahrt darauf freigegeben werden soll, setzen sich auch mit dem [...] - Angriffe auf der Straße von Hormus nehmen wieder zu – Heizöl zum Donnerstag kaum verändert
Auch vor dem Start ins Wochenende sehen sich die Ölmärkte vor den gleichen Problemen wie im bisherigen Wochenverlauf - Bestehende Konflikte im Nahen Osten, Einschränkungen am Markt, Kritik und Drohungen zwischen den Ländern und zwischendrin ein knapper Ölmarkt mit unsicheren Preisschwankungen. Zusätzlich kam es am gestrigen Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker der Vereinigten [...] - Russland droht mit Konfiszierung von EU-Schiffen – Heizöl etwas günstiger
Der Mittwoch war abermals geprägt von gemischten Aussagen und Stimmungen an den Ölmärkten. So kamen zwischenzeitig Infos hoch, dass der Iran und die USA an Friedensverhandlungen festhalten und fortschreiten würden, was iranische Politiker am Nachmittag direkt noch dementierten. In Russland kam es weiterhin zu ukrainischen Angriffen auf Exportstrukturen, während sich die Abstimmungen in den USA [...]

Mit dem Start in die neue Woche bleibt die Lage an den Ölmärkten ähnlich angespannt wie in den letzten Wochen. Die Diskussionen rund um die Seeroute „Straße von Hormus“, und die Streitigkeiten zwischen den USA und dem Iran dazu, wem sie gehört und wie die Schifffahrt darauf freigegeben werden soll, setzen sich auch mit dem Start der neuen Woche weiter fort. Die Ölpreise stiegen in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen wieder etwas an, liegen aktuell jedoch noch deutlich unter dem Jahreshoch von Anfang April.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten bleiben auch die Preisentwicklungen an den Ölmärkten insgesamt unsicher und von starken Schwankungen betroffen. Während Abnehmer aktuell +0,19 Euro mehr pro 100 Liter als vergangenen Freitag zahlen, sind die Preise am Montagmorgen im Durchschnitt +3,85 Euro höher als noch vor einer Woche, da sich die Verhandlungsbereitschaft zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder deutlich verschlechtert hat. Damit sind die aktuellen Preise fast auf dem selben Niveau wie Mitte Juli – verglichen mit vor einem Monat zahlen Heizölkäufer in der Bundesrepublik aktuell durchschnittlich leichte Aufschläge in Höhe von +0,37 Euro.
Langfristige Preisentwicklung
Im langfristigen Preisvergleich kann man erkennen, dass die aktuellen Preise spürbar über denen vor drei Monaten, also Mitte Mai liegen, als die schlimmsten Kriegsentwicklungen im Nahen Osten sich beruhigt hatten. Dennoch sind die aktuellen Heizölpreise weiterhin sehr stark über dem Preisniveau zur selben Zeit in den vergangenen Jahren. Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in Deutschland zahlen aktuell durchschnittlich +50,78 Euro beziehungsweise +57,9% mehr als im August 2025, und +43,65 Euro mehr als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA und Iran kämpfen weiter um Straße von Hormus
Die Auseinandersetzungen um die freie Schifffahrt oder alternativ der Besitz der Seeroute „Straße von Hormus“ südlich des Iran und in Richtung des Indischen Ozeans laufen weiter. Der Warenverkehr aus der Straße von Hormus und damit große Teile der Öltransporte am Weltmarkt sind damit stark ausgebremst.
– Ukrainische Angriffe legen große Teile russischer Ölanlagen lahm
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Ölexportanlagen weiter fort, nachdem diese im Juli zeitweise etwas heruntergefahren wurden. Das schränkt die Ölproduktversorgung auf dem Weltmarkt erheblich ein.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Ölexporte aus dem Nahen Osten werden versteckt fortgesetzt
Trotz der Blockaden und Konflikte rund um die Straße von Hormus versuchen Unternehmen rund um den Persischen Golf ihre Schiffe versteckt mit deaktivierten Trackern durch die Seestraße zu schicken, um so den Bedarf am Markt zu stillen und von erheblichen Gefahrenaufschlägen zu profitieren.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 17.08.2026

Auch vor dem Start ins Wochenende sehen sich die Ölmärkte vor den gleichen Problemen wie im bisherigen Wochenverlauf – Bestehende Konflikte im Nahen Osten, Einschränkungen am Markt, Kritik und Drohungen zwischen den Ländern und zwischendrin ein knapper Ölmarkt mit unsicheren Preisschwankungen. Zusätzlich kam es am gestrigen Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker der Vereinigten Arabischen Emirate, während die USA andeuten, die Blockade iranischer Exporte noch lange aufrecht halten zu können und wollen.
Angriffe auf zwei Emirats-Tanker in der Straße von Hormus
Angaben des staatlichen Ölunternehmen ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es am Donnerstag zu iranischen Angriffen auf zwei Öltanker des Unternehmens. Glücklicherweise gab es bei den Angriffen keine Verletzten und auch die allgemeine Gefahrenlage ist mittlerweile unter Kontrolle. Die Emirate verurteilten die Angriffe scharf, stellen sie immerhin einen „eklatanten Verstoß“ gegen Regeln des UN-Sicherheitsrats dar, welche die Freiheit der Schifffahrt auf internationalen Routen erklären.
Die Regierung aus Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Emirate, forderte dazu auf, dass der Iran seine Feinseligkeiten sofort beenden und für eine „vollständige und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus sorgen soll. Die Meerenge und Handelsstraße im Nahen Osten wird derzeit vom Iran und den USA in einem gegenseitigen Kampf kontrolliert, bei dem die USA alle iranischen Waren und Verladungen blockiert, und der Iran alle Schiffe angreift, die nicht nach iranischen Regeln ihre Exporte über iranische Schiffsrouten durchführt.
USA betont Aufrechthaltung der Blockade gegen den Iran
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte gestern gegenüber Journalisten, dass die USA ihre Blockade gegen iranische Transporte auf der Straße von Hormus auf unbestimmte Zeit aufrechthalten könnte. Da genau dieser Umstand einer der Kritikpunkte ist, weshalb der Iran seine Angriffe auf Schiffe in der Meerenge aufrecht hält, zeigt sich hier eine weitere Pattsituation in den Verhandlungen zwischen den UA und dem Iran.
Dennoch will die USA ihren Druck auf das Nahost-Land aufrecht halten, und deutete unter Finanzminister Scott Bessent neue Ankündigungen, Maßnahmen und Sanktionen gegen den Iran an, in einer Art, „wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolation eines Landes nie gesehen wurden“. Früher diese Woche erklärte US-Präsident Trump, dass man stärker auf wirtschaftliche Einschränkungen und Sanktionen gegen den Iran wechseln will, statt weitere militärische Eskalationen im Fokus zu halten.
Heizölpreise vor dem Wochenende kaum verändert
Die Unsicherheiten am Ölmarkt setzen sich weiter fort, wie schon seit mittlerweile mehr als 5 Monaten. Auch Heizöl wird dabei hin und her gerissen, findet sich aktuell jedoch auf ähnlichen Preisen wie am Donnerstagvormittag. Für Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik bedeutet dies heute nur leichte Abweichungen zwischen ±0,00 und -1,00 Euro pro 100 Liter gegenüber den Heizölpreisen von Donneratagvormittag. Durch die allgemeine Unsicherheit am Markt sind diese Angaben jedoch nur Momentaufnahmen, während es im Tagesverlauf zu starken Schwankungen kommen kann.

Der Mittwoch war abermals geprägt von gemischten Aussagen und Stimmungen an den Ölmärkten. So kamen zwischenzeitig Infos hoch, dass der Iran und die USA an Friedensverhandlungen festhalten und fortschreiten würden, was iranische Politiker am Nachmittag direkt noch dementierten. In Russland kam es weiterhin zu ukrainischen Angriffen auf Exportstrukturen, während sich die Abstimmungen in den USA zu neuen Russlandsanktionen fortsetzen. Nun will der russische Präsident stärker gegen die EU und ihren Kampf gegen Russlands Schiffe durchgreifen.
Russland droht mit Konfiszierung von EU-Schiffen
Seit dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland nahmen Europa, wie auch die USA und Großbritannien, immer wieder Schiffe in ihre Sanktionsregister mit auf. Diese dürfen nach bestehenden Sanktionsgesetzen abgefangen und überprüft werden, und bei Zuwiderhandlung gegen Seefahrtsgesetze zeitweise aufgehalten und mit Strafen belegt werden, bevor sie nach entsprechenden Zahlungen wieder freigegeben werden. Dieses Jahr wurden so insgesamt neun russische Öltanker abgefangen, überprüft und teils erst unter Zahlung von Strafen freigegeben.
Russlands Regierung erklärt schon seit Jahren, dass die Sanktionsmethoden gegen ihre Waren- und Öltransporte rechtswidrig seien, und dass die Beschlagnahmung und Festhaltung der Schiffe „nicht weniger als Piraterie und Diebstahl“ sei. Um sich dagegen zu wehren, erklärte Russlands Präsident Vladimir Putin deshalb am Mittwoch, dass er selbst schlicht auf die gleiche Art gegen europäische Schiffe vorgehen könnte, wenn die EU weiterhin russische Schiffe kontrolliert und übernimmt.
Putin erklärte außerdem, dass seine Interventionen gegen EU-Schiffe jederzeit überall auf der Welt stattfinden könnten, nicht nur in den Gewässern, die Europa mit den eigenen Sanktionsgesetzen zu schützen versucht. Die russische Pazifik-Flotte bestätigte das Vorhaben bereits und machte deutlich, dass man die Kapazitäten und Möglichkeiten hätte, jederzeit gegen Schiffe „unfreundlicher Staaten“ vorzugehen.
Heizöl am Donnerstag etwas günstiger erwartet
Während die weltpolitischen Spannungen die Energie- und Ölmärkte weiter fest im Griff halten, blieben schärfere Eskalationen insgesamt aus. Entsprechend beruhigten sich auch die Preisentwicklungen, was leichte Rückgänge beim Heizölpreis am Donnerstagvormittag mit sich brachte. Diese liegen in der Bundesrepublik aktuell bei rund -0,90 bis -1,90 Euro pro 100 Liter, können sich aufgrund der allgemein unsicheren Entwicklungen am Weltmarkt jedoch jederzeit deutlich verändern.