Unsicherheiten und Hoffnungen im Nahost-Konflikt halten Preise volatil – Heizöl etwas teurer erwartetAs dem Nahen Osten und von den USA häufen sich immer wieder gegenseitig die Stimmen, dass ein Kriegsende allgemein wünschenswert sei. Dennoch zeigen alle betroffenen Parteien weiterhin ihre Zähne. Während die Ölbörsen dadurch allgemein von Unsicherheiten geprägt sind, bleiben allgemein Hoffnungen und Optimismus auf ein baldiges Ende des Konflikts bestehen. Waffenruhe zwischen Libanon und Israel [...]
As dem Nahen Osten und von den USA häufen sich immer wieder gegenseitig die Stimmen, dass ein Kriegsende allgemein wünschenswert sei. Dennoch zeigen alle betroffenen Parteien weiterhin ihre Zähne. Während die Ölbörsen dadurch allgemein von Unsicherheiten geprägt sind, bleiben allgemein Hoffnungen und Optimismus auf ein baldiges Ende des Konflikts bestehen.
Waffenruhe zwischen Libanon und Israel fragil
Am gestrigen Donnerstag verkündete US-Präsident Donald Trump, dass sich Israel und Libanon auf einen 10-tägigen Waffenstillstand geeinigt hätten. Da die Hisbollah-Miliz als einer der engsten Verbündeten des Irans besonders im Libanon aktiv ist, könnte eine potentielle Waffenruhe die Verhandlungen zwischen USA und Iran deutlich vereinfachen.
Wie fragil eine solche Waffenruhe sein kann, zeigte sich jedoch schon wenige Stunden nach ihrem Beginn, als die libanesische Armee direkt eine angebliche Verletzung der Waffenruhe durch israelische Streitkräfte meldete. In direkter Konsequenz führte die Hisbollah einen Vergeltungsschlag gegen israelische Soldaten durch.
Trump will mit dem Iran auf Abkommen statt Waffenruhe setzen Währenddessen ist sich US-Präsident Trump, trotz häufiger Anstachelungen zwischen den Parteien, sicher, dass eine verlängerte Waffenruhe mit dem Iran nicht nötig sein wird. Stattdessen geht er davon aus, dass es schon „ziemlich bald“ ein vollständiges Abkommen geben wird, möglicherweise noch dieses Wochenende. Sollte es nicht klappen, will er jedoch auch weitere Waffenruhen in Betracht ziehen.
Zwar ist es nichts ungewöhnliches, dass der US-Präsident voreilige Aussagen trifft und diese gerne nochmal situativ bedingt revidiert. Dennoch sorgt der allgemeine Optimismus auch bei den Marktteilnehmern für Hoffnungen, weshalb die Preislage zwar weiterhin angespannt bleibt, aber dennoch deutlich entspannter als es einige Experten aufgrund der Schwere der Situation einschätzen würden.
Heizöl etwas teurer erwartet Die anhaltenden Unsicherheiten am Ölmarkt halten die Preisentwicklungen allgemein angespannt, wobei der allgemeine Optimismus aktuell vor scharfen Preisspitzen schützt. In direkter Folge werden in der Bundesrepublik aktuell leichte Schwankungen im Heizölpreis über -0,10 bis +0,90 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag erwartet. Dennoch bleibt der Markt stark vom Konflikt im Nahen Osten beeinflusst, weshalb Entwicklungen im Krieg unerwartet starken Einfluss auf die Inlandspreise in Deutschland haben können.
Iran droht mit Blockade im Roten Meer – Inlandspreise steigen wiederDer Iran-Krieg bleibt weiterhin das Kernthema am Energiemarkt. Immer noch müssen sich die Marktteilnehmer fragen, wann die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr wieder frei sein wird und ob Washington und Teheran den Krieg auf diplomatischem Wege beenden können. Straße von Hormus bleibt gesperrt Seit Beginn des Krieges am Persischen Golf sind die [...]
Der Iran-Krieg bleibt weiterhin das Kernthema am Energiemarkt. Immer noch müssen sich die Marktteilnehmer fragen, wann die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr wieder frei sein wird und ob Washington und Teheran den Krieg auf diplomatischem Wege beenden können.
Straße von Hormus bleibt gesperrt
Seit Beginn des Krieges am Persischen Golf sind die Exporte aus der Region wegen der Sperrung der wichtigen Meerenge quasi zum Erliegen gekommen. Zunächst hatte nur der Iran die meisten Schiffe an der Durchfahrt gehindert und gleichzeitig seine eigenen Ölexporte fortgesetzt. Doch seit Montag blockieren nun auch die USA die Passage, mit dem Ziel, die iranischen Ausfuhren zu stoppen.
Zwar hält die fragile Waffenruhe, auf die sich beide Seiten letzte Woche geeinigt hatten, doch die Drohspirale hat sich dennoch wieder in Gang gesetzt. So hieß es gestern vom Kommandeur der iranischen Streitkräfte, Generalmajor Ali Abdollahi, man werde nicht nur die Im- und Exporte im Persischen Golf und dem Omanischen Meer zu verhindern suchen, sondern auch im Roten Meer, sollten die USA mit ihrer Seeblockade fortfahren.
Iran droht mit Intervention im Roten Meer
Gerade Saudi-Arabien hatte in den vergangenen Wochen seine Ölexporte über den Exporthafen Yanbu am Roten Meer deutlich aufgestockt – als Alternativroute zur Straße von Hormus. Das Königreich war damit so ziemlich das einzige Land in der Region, dass seine Ausfuhrmengen auf relativ hohem Niveau halten konnte. Sollte der Iran nun auch im Roten Meer intervenieren, hat auch der größte OPEC-Produzent keine Alternative mehr, um sein Öl loszuwerden.
Hoffnung auf Verhandlungslösung wird kleiner
Die neuen Drohungen liefern nicht gerade die besten Voraussetzungen für die möglichen neuen Verhandlungen, die angeblich noch diese Woche fortgesetzt werden sollen. Am gestrigen Mittwoch soll eine Delegation um den Chef der pakistanischen Streitkräfte in Teheran eingetroffen sein, die der iranischen Regierung unter anderem die US-Vorschläge für ein Abkommen überbrachte.
Während die USA von der Forderung nach einer Aufgabe der Uran-Anreicherung nicht ablassen dürften, gab US-Präsident Trump am gestrigen Mittwoch an, er wolle Israel davon überzeugen, auch den Libanon in die Waffenruhe mit einzubeziehen – eine Bedingung, die Iran wichtig ist. Israels Premierminister Netanjahu hatte zuletzt noch mitgeteilt, die israelischen Angriffe auf Stellungen der Hisbollah im Libanon würden fortgesetzt werden.
Inlandspreise
An der Preisentwicklung der letzten Tage zeigt sich, dass die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung und eine schnelle Öffnung der Straße von Hormus allmählich schwinden, denn die börsengehandelten Rohölpreise haben zuletzt wieder zugelegt. Dies zeigt sich auch bei den Inlandspreisen, wo sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch heute wieder auf deutliche Preisaufschläge von ca. +1,10 bis +2,10 Euro/100l zu Mittwochvormittag einstellen müssen.
Optimismus drückt Ölpreise – Versorgung in Europa laut EU-Kommission ausreichend – Heizöl günstiger erwartetAuch wenn die Spannungen zwischen Iran und USA weiterhin bestehen bleiben, zeigen beide Seiten allgemeine Versuche sich aneinander anzunähern. Während Teheran auf vorsichtige Annäherungen setzt, erhöht Washington den Druck und lässt Sanktionsausnahmen für iranisches Öl auslaufen. Experten und Marktteilnehmer hoffen, dass sich die Parteien stärker aneinander annähern, was die Preise an den Ölbörsen in direkter [...]
Auch wenn die Spannungen zwischen Iran und USA weiterhin bestehen bleiben, zeigen beide Seiten allgemeine Versuche sich aneinander anzunähern. Während Teheran auf vorsichtige Annäherungen setzt, erhöht Washington den Druck und lässt Sanktionsausnahmen für iranisches Öl auslaufen. Experten und Marktteilnehmer hoffen, dass sich die Parteien stärker aneinander annähern, was die Preise an den Ölbörsen in direkter Folge etwas sinken lässt. Dennoch bleiben alle Seiten angespannt und auch in Europa häufen sich die Sorgen vor Ölprodukt-Engpässen.
Iran-USA-Spannungen: Zwischen Annäherungen und US-Strenge
Der Konflikt im Nahen Osten setzt sich weiter fort und die Exporte durch die zentrale See-Handelsroute in Nahost, die „Straße von Hormus“, sind seit Wochenbeginn noch weiter eingebrochen als schon in den letzten Wochen. Es scheint jedoch, als wollen sowohl die USA als auch der Iran sich an neuen Friedensgesprächen und Abkommen versuchen. Um diese besser abzusichern, melden Insider, dass der Iran einen vorläufigen Exportstopp durch die Straße von Hormus in Betracht zieht, um dadurch mögliche Spannungen mit den USA zu reduzieren.
Seitens der USA galten in den letzten 4 Wochen Sanktionsausnahmen für den Kauf von bereits verladenem, iranischen Öl, was den offenen Handel mit solchen Waren deutlich vereinfachte. Diese Ausnahmen sollen nun nicht verlängert werden, ob aus Prinzipientreue oder als Druckmittel gegen den Iran bleibt jedoch offen. Aber auch seitens US-Präsident Trump hofft man auf zeitnahe Verhandlungen mit Teheran, seinen Aussagen zufolge vielleicht schon „im Verlauf der nächsten zwei Tage“.
Konsequenzen der Nahost-Exporteinschränkungen in Europa sichtbar Während die Versorgung mit Öl und Ölprodukten Aussagen der EU-Kommission zufolge flächendeckend noch völlig ausreichend für die aktuelle Situation ist, kämpft die Bevölkerung nicht nur mit enormen Preisen für Öl und dessen Produkte. Lokal bedingt kommt es in den ersten Städten und auch Ländern zu Produktknappheiten, insbesondere bei Kerosin und Diesel machen sich diese Knappheiten bemerkbar. Eine echte Krise sei der Kommission zufolge jedoch noch nicht zu befürchten.
Der EU-Flughafenverband meldet dennoch dringenden Bedarf an Kerosinzulieferungen, da die aktuellen Liefereinschränkungen aus dem Nahen Osten in wenigen Wochen und spätestens mit der Urlaubssaison im Sommer ernste Probleme verursachen könnten. Italien ist bereits von ersten Flugausfällen und Tanklimitierungen bei Flugzeugen betroffen. Europaweit häufen sich zudem Meldungen von lokal bedingten Dieselknappheiten, was zum Beispiel in Slowenien schon für Rationierungen von erlaubten, täglichen Tankmengen gesorgt hat. In Deutschland ist die Versorgung insgesamt noch stabil.
Heizölpreis sinkt weiter
Während die Spannungen zur Versorgung und der allgemeinen Krisensituation im Nahen Osten die Märkte in grundsätzlicher Anspannung halten, sorgen die Näherungsversuche und erwarteten, zeitnahen Gespräche zwischen den USA und dem Iran für Optimismus an den Märkten. In direkter Konsequenz sinken auch die Heizölpreise in Deutschland. So werden in der Bundesrepublik aktuell durchschnittliche Abschläge über -5,05 bis -6,55 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu Dienstagvormittag erwartet.