- Kraftstoffpreise im Juli: Diesel verteuert sich um fast 28 Cent – ADAC Auswertung: Super E10-Preis steigt innerhalb von drei Wochen um mehr als 15 Cent
München (ots) - Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro [...] - Preisstatistik – Neue Hoffnung auf USA/Iran-Gespräche lassen Preise sinken
Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. [...] - Schiffsverkehr in Straße von Hormus legt leicht zu – EUR/USD steigt auf 6-Wochen-Hoch – Heizöl günstiger erwartet
Die Luftangriffe der USA und des Irans im Nahen Osten hielten auch in der zweiten Wochenhälfte an, wobei der Konflikt immer weitere Kreise zu ziehen scheint. So wurde gestern aus Ägypten ein Drohnenangriff auf ein schwimmendes US-Flüssiggastanklager gemeldet, wobei bislang noch unklar ist, wer für den Angriff verantwortlich war. Derweil soll der Schiffsverkehr in der [...]

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9 Cent mehr. Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23. Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro immerhin 15,2 Cent mehr.
Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263 Euro kostete.
Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90 US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de
Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/
Bildquelle: ADAC e.V.

Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. Bei langfristigem Vergleich bleiben die Preise allerdings auf wesentlich höherem Niveau, da die Angebotssituation weiterhin angespannt bleibt.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Angesichts der Äußerungen Trumps und der damit wieder aufkeimenden Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran blieben die Inlandspreise im Vergleich zum Freitag ab. So kosteten 100 Liter Heizöl vor dem Wochenende noch durchschnittlich 141,02 Euro, heute hingegen lag der Preis für 100 Liter im Bundesdurchschnitt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung bei 136,97 Euro und damit etwa 4 Euro niedriger. Auf Wochensicht haben sich die Inlandspreise dagegen mit einem Plus von 0,04 € pro 100 Liter Heizöl kaum geändert. Auf Monatssicht ist der Durchschnittspreis heute allerdings immer noch wesentlich teurer. So kosteten 100 Liter Heizöl am 03. Juli 126,60 Euro und damit etwa 8 % weniger als heute.
Langfristige Preisentwicklung
Die preistreibende Wirkung des Iran-Konflikts auf die Inlandspreise, spiegelt sich bei der Betrachtung der langfristigen Heizölpreisentwicklung und im Mehrjahresvergleich weiterhin besonders deutlich wider. Hier zeigt sich, dass die Preisniveaus immer noch weit oberhalb der Durchschnittsniveaus des entsprechenden Vorjahreszeiträume liegen. Ende Juni, als zwischen den USA und dem Iran eine vorläufige Waffenruhe galt, näherte sich das Inlandspreisniveau zwar dem der Vorjahre an, die erneute Eskalation, zu der es im Juli kam, sorgte jedoch wieder für deutlich höhere Inlandspreise als in den Vorjahren. So bleibt im Vergleich zu Ende Juli immer noch ein Plus von rund 47 % stehen, während die Inlandspreise im Durchschnitt heute noch rund 40 % (+38,74 € pro 100 Liter Heizöl) höher sind als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Naher Osten bleibt Konfliktherd
Die Konfliktsituation im Nahen Osten bleibt weiterhin Thema, denn die Sperrungen wichtiger Wasserstraßen sorgen trotz der jüngsten Meldungen zu Gesprächen zwischen den USA und dem Iran auch weiterhin für Angebotsprobleme. So ist inzwischen nicht nur die Straße von Hormus gesperrt, auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen durch die vom Iran gestützten Huthi. Hinzu kam in der Vergangenen Woche eine Ausweitung des Konflikts auf den Irak. Auch an einem ägyptischen Mittelmeerhafen schlug eine Drohne ein.
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölprodukten am Weltmarkt aktuell deutlich.
– Angebotsausfälle in Kasachstan
Nachdem ein wichtiger Export-Terminal im Schwarzen Meer nach einer durch einen Drohnenangriff verursachten Verladepause den Betrieb wiederaufgenommen hatte, sorgte ein weiterer Drohnenangriff im Verlauf der vergangenen Woche für einen erneuten Betriebsstopp. An dem Export-Terminal wird üblicherweise der Großteil der Ölmengen aus Kasachstan exportiert. Durch den Ausfall an dem Hafen kommt es zu einem zusätzlichen Angebotsausfall, der am Ölmarkt die Preise stützt.
– Niedrige Wasserpegel und hohe Frachtraten
Die aktuelle Trockenheit sorgt seit Wochen dafür, dass die Binnenschifffahrt auf den deutschen Wasserstraßen immer schwerer wird. Je niedriger die Wasserpegel, desto weniger Ladung kann transportiert werden, was zu hohen Frachtraten und zu Problemen bei der Nachversorgung führt. An einigen Rheinstationen wurden sogar bereits historische Niedrigwasserstände verzeichnet. Auch in den nächsten Tagen dürfte sich an dieser Situation nicht viel ändern.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Angebliche Aussicht auf erneute Gespräche zwischen USA und Iran
US-Präsident Trump am Wochenende verkündete am Wochenende, es werde erneut Gespräche mit dem Iran geben, die bereits heute beginnen sollen. Am Markt nährt dies wieder die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts kommen könnte. Die Skepsis am Markt dürfte jedoch erst einmal bestehen bleiben, denn noch wurde die Aussage Trumps von iranischer Seite noch nicht bestätigt.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 03.08.2026

Die Luftangriffe der USA und des Irans im Nahen Osten hielten auch in der zweiten Wochenhälfte an, wobei der Konflikt immer weitere Kreise zu ziehen scheint. So wurde gestern aus Ägypten ein Drohnenangriff auf ein schwimmendes US-Flüssiggastanklager gemeldet, wobei bislang noch unklar ist, wer für den Angriff verantwortlich war. Derweil soll der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder leicht zugenommen haben, was die Ölpreise an den Rohstoffbörsen in Europa und den USA zumindest zeitweise sinken ließ.
Schiffsverkehr durch Straße von Hormus nimmt zu
Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge passierten am Mittwoch insgesamt 14 Tanker die Straße von Hormus in beide Richtungen. In der vergangenen Woche hatte die Zahl noch im einstelligen Bereich gelegen. Der US-Regierung zufolge dürfte der Anstieg des Schiffsverkehrs auf das hohe Engagement der USA zurückzuführen sein, denn laut US-Energieministers Chris Wright eskortierte die US-Marine zuletzt wieder mehrere Tanker durch die Meerenge.
„Wir setzen das US-Militär ein, um Öl- und Gastanker sicher durch die Straße von Hormus zu geleiten“, so Wright in einem Interview. In der vergangenen Woche seien auf diesem Weg rund 6,5 Mio. B/T Öl aus dem Persischen Golf transportiert worden.
Saudi-Arabien strebt Koalition zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer an
Die Schifffahrt in der Straße von Bab el-Mandeb – der Meerenge, die das Rote Meer vom Golf von Aden trennt – soll nach Ansicht der saudischen Regierung künftig von einer internationalen Koalition gesichert werden. Saudi-Arabien hat derzeit an seiner Westküste mit einer Seeblockade der Huthi-Miliz zu kämpfen, die aus dem Jemen heraus die Handelsschiffe des Königreichs im Roten Meer und in der Straße von Bab el-Mandeb angreift.
Medien berichteten nun unter Berufung auf informierte Quellen, Riad strebe eine Koalition von etwa 50 Ländern an, die nicht nur Angriffe der Huthi, sondern auch Piraterie und Schmuggel in der Region verhindern soll. Dabei hofft die saudische Regierung offenbar auch auf die USA als Koalitionspartner. Für Saudi-Arabien war die Route über das Rote Meer nach der Blockade der Straße von Hormus eine wichtige Alternative, um zumindest einen Teil des eigenen Öls doch noch auf den Weltmarkt zu bringen. Auch für den internationalen Handel ist die Route enorm wichtig.
EUR/USD steigt nach Fed-Zinssitzung auf Sechs-Wochen-Hoch
Unterdessen legte der Euro gegenüber dem US-Dollar am gestrigen Donnerstag weiter zu, nachdem er angesichts der Ergebnisse der Fed-Zinssitzung bereits am Mittwochabend deutlich aufgewertet hatte.
Neuen Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung durch die vorläufigen Daten zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Bundesrepublik und der gesamten Eurozone, die die Erwartungen für das zweite Quartal übertrafen. Am Nachmittag ließ der Euro schließlich auch die 1,15 Dollar-Marke hinter sich und kletterte auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.
Inlandspreise günstiger erwartet
Auf die Inlandspreise wirkt sich ein Anstieg des EUR/USD-Kurses – besonders in dem Maße, das am Mittwochabend und Donnerstag zu beobachten war – für gewöhnlich preissenkend aus. Zusammen mit dem gestrigen Rückgang der Preise an den Ölbörsen wirkt dies dem preistreibenden Effekt entgegen, den die immer noch sehr niedrigen Rheinpegel haben. So können die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit Abschlägen von -2,20 bis -3,20 Euro/100l rechnen.