Sicherheit rund um Straße von Hormus bleibt heißes Thema – Heizöl teurerNachdem die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsstraßen und zentrale See-Exportroute aus dem Nahen Osten, wieder geöffnet ist, sanken die Ölpreise an den Börsen und Märkten in den letzten zwei Wochen rapide ab. Doch noch ist nicht alles perfekt. So meldete ein Containerschiff unter der Flagge von Singapur, es sei von einem Geschoss getroffen [...]
Nachdem die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsstraßen und zentrale See-Exportroute aus dem Nahen Osten, wieder geöffnet ist, sanken die Ölpreise an den Börsen und Märkten in den letzten zwei Wochen rapide ab. Doch noch ist nicht alles perfekt. So meldete ein Containerschiff unter der Flagge von Singapur, es sei von einem Geschoss getroffen worden, während es auf dem Weg durch die Meerenge südlich des Iran unterwegs war. Wer geschossen hat, ist bislang unbekannt und wird derzeit geprüft.
Container-Schiff auf Nahost-Seeroute von Geschoss getroffen Das Containerschiff Ever Lovely wurde heutigen Meldungen zufolge von einem bislang unbekannten Geschoss getroffen, als es auf einer freigegebenen Spur durch die Wasserstraße unterwegs war. Meldungen der Crew zufolge war das Schiff zum zeitpunkt des Ereignisses nahe der Küste des Oman innerhalb der Straße von Hormus unterwegs. Es kam zur leichten Schäden nahe den Fenstern der Brücke, Crew, Fracht und sonstige Anlagen blieben unversehrt und das Schiff ist weiterhin seetauglich.
Woher das Geschoss kam und durch wen es abgefeuert wurde, ist aktuell unbekannt. Beamten des Weißen Hauses der USA zufolge wird bereits untersucht, wer das Geschoss abgefeuert hat und warum. US-Präsident Donald Trump erklärte in diesem Zusammenhang erneut, dass die Straße von Hormus offen sei, während die Weltschifffahrtsorganisation IMO im direkten Gegenzug die Evakuierungspläne durch die Straße von Hormus vorerst pausieren ließ, bis wieder volle Sicherheit gewährleistet werden kann.
Zusätzliche Unsicherheiten gaben die Aussagen des Iran, die kurz nach bekanntwerden des Angriffes gemeldet wurden. So erklärte die iranische Behörde PGSA, die für die Sicherheit der Meerenge durch den Iran ins Leben gerufen wurde, dass nur iranisch-vorgeschriebene Routen als sicher zählen würden und außerhalb davon keine Sicherheitsgarantien oder sonstige Verpflichtungen für die Behörde bestehen würden. Die daraus entstandenen Unsicherheiten rund um die Sicherheit der Durchfahrt in der Straße von Hormus ließen die Preise am Ölmarkt am Donnerstagabend etwas ansteigen.
Heizölpreise steigen leicht an Die Anspannungen rund um die See-Exporte der Straße von Hormus nehmen wieder etwas zu, auch wenn sie noch lange nicht kritisch ausfallen. Entsprechend vorsichtig und zurückhaltend fallen die Reaktionen am Ölmarkt aus. Dennoch müssen Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl heute wieder mit leichten Preisaufschlägen rechnen. Diese werden heute mit +1,05 bis +1,65 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag erwartet.
Entspannung am Golf drückt Rohölpreise – Heizöl dennoch leicht teurerMit konstruktiven Meldungen zu den US/Iran-Verhandlungen und der daraus resultierende Öffnung der Straße von Hormus haben sind die börsengehandelten Rohölpreise in den letzten Tagen so stark gesunken, dass sie fast schon wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben. Bei den Produktkontrakten, die für die Heizölpreisentwicklung ausschlaggebend sind, etabliert sich hingegen aktuell eine Seitwärtsbewegung, die im Inland heute [...]
Mit konstruktiven Meldungen zu den US/Iran-Verhandlungen und der daraus resultierende Öffnung der Straße von Hormus haben sind die börsengehandelten Rohölpreise in den letzten Tagen so stark gesunken, dass sie fast schon wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben. Bei den Produktkontrakten, die für die Heizölpreisentwicklung ausschlaggebend sind, etabliert sich hingegen aktuell eine Seitwärtsbewegung, die im Inland heute für leichte Preisaufschläge sorgt.
Tankerstau im Persischen Golf löst sich auf
Seit Monatsbeginn haben aber auch die börsengehandelten Produktkontrakte spürbar nachgegeben, denn am Markt überwiegt die Hoffnung, dass der Konflikt am Persischen Golf tatsächlich dauerhaft gelöst werden kann und sich die Exportströme durch die Straße von Hormus in den kommenden Wochen und Monaten wieder stabilisieren werden. Bisher sieht es tatsächlich danach aus, dass sich der Tankerstau in der Region mehr und mehr auflöst.
Experten und Marktbeobachter warnen aber weiterhin davor, zu optimistisch zu werden, denn sowohl die USA, als auch der Iran haben in den letzten Wochen immer wieder betont, dass die Verhandlungen ganz schnell wieder vorbei sein könnten, sollte die Gegenseite Vereinbarungen brechen.
Trump: Iran garantiert kostenfreie Passage
Erst gestern postete Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, dass der Iran sich verpflichtet hätte, keine Gebühren für die Passage durch Hormus zu erheben. Sollte Teheran dem zuwider handeln, würden die Verhandlungen sofort abgebrochen, so der Präsident. Hintergrund ist das vom Iran angestrebte Mautsystem für die Meerenge, das von den USA strikt abgelehnt wird.
Heizölpreise leicht fester
Bei den Heizölpreisen bleiben die Vorgaben heute uneinheitlich. Während an den Börsen die Rohölpreise nachgeben, orientieren sich die Produktfutures eher seitwärts. Der schwache Euro begünstigt hingegen höhere Preise, so dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher im bundesweiten Durchschnitt auf Aufschläge von +0,70 bis +1,30 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern einstellen müssen.
Schifffahrt durch zuletzt umkämpfte Meerenge nimmt wieder zu – Heizöl teurerDer Mittwoch beginnt mit moderaten Rückgängen der Preise an den Rohölbörsen, während die Kurse bei den Ölprodukten gestern Abend moderat anstiegen. Rohöl findet derzeit darin etwas Ruhe, dass die Straße von Hormus weiterhin grundsätzlich offen ist und immer mehr Schiffe mit bereits verladenem Öl aus dem Nahen Osten wieder auf den Weltmarkt kommen. Derweil stellte [...]
Der Mittwoch beginnt mit moderaten Rückgängen der Preise an den Rohölbörsen, während die Kurse bei den Ölprodukten gestern Abend moderat anstiegen. Rohöl findet derzeit darin etwas Ruhe, dass die Straße von Hormus weiterhin grundsätzlich offen ist und immer mehr Schiffe mit bereits verladenem Öl aus dem Nahen Osten wieder auf den Weltmarkt kommen. Derweil stellte Russland ein vollständiges Exportverbot von Diesel in den Raum und warnte vor allgemeinen Schwierigkeiten in der Kraftstoffversorgung, was die russischen Handelspartner unter Druck setzte.
Schifffahrt im Nahen Osten wird offener und optimistischer Nachdem es in den vergangenen Monaten anhaltend Spannungen und Unsicherheiten bei der Befahrung der Seeroute „Straße von Hormus“ nahe des Iran gab, zeigt sich in den letzten Tagen mehr Optimismus bei den Schiffscrews und Reedereien. Während die meisten Durchquerungen der Route durch internationale Schiffe in den letzten Wochen noch mit ausgeschalteten Transpondern geschahen, um sich besser vor möglichen Angriffen des Iran zu schützen, halten die meisten Schiffe ihre Tracker zur Fahrtaufzeichnung und Verfolgung mittlerweile wieder aktiv.
Das stärkt nicht nur die Sicherheit im Schiffsverkehr selbst, da insbesondere große Tanker rechtzeitig von elektronischen Systemen erfasst und bei Bedarf leichter umfahren werden können, sondern deutet auch an, dass die Schiffsmannschaften und Reedereien sich immer weniger vor Angriffen durch den Iran fürchten. Dabei stiegen auch die Rohöltransporte durch die Seeroute wieder deutlich an – laut US-Präsident Donald Trump erreichten diese am Montag 19 Millionen. Barrel pro Tag , seiner Aussage nach der höchste Stand aller Zeiten. Auch wenn der Höchstwert laut Experten vor knapp 4 Jahren bei fast 22 Millionen Barrel pro Tag lag, würde der Anstieg am Montag dennoch über +80% gegenüber Anfang Juni entsprechen.
Russland erwägt Diesel-Exportverbot und kämpft mit Treibstoffversorgung Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland besteht seit mittlerweile mehr als 4 Jahren. Neben regelmäßigen zivilen Opfern auf beiden Seiten, fokusiert sich die Ukraine insbesondere auf Angriffe auf die russische Öl- und Ölproduktindustrie, wobei mehrfach Pipelines, Ölpumpstationen und Raffinerien getroffen wurden. Das sorgte besonders in den letzten Monaten für teils scharfe Versorgungseinbrüche bei Kraftstoffen für die russische Bevölkerung, und wiederholten, meist aber kleineren Exportsperren einiger Ölprodukte.
Gestern kündigte der russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak jedoch an, man ziehe ein vollständiges Diesel-Exportverbot in Betracht. Insider berichten davon, dass auch Treibstoffimporte nach Russland in Frage kämen, in Ausmaßen die schon seit der Jahrtausendwende nicht mehr für Russland in Frage kamen. Indirekt bedeutet das auch, dass die Treibstoffexporte Russlands weiter stark eingeschränkt bleiben, was besonders die Kunden russischer Ware unter Druck setzt und das Angebot am Weltmarkt reduziert. Entsprechend gab es trotz sinkender Rohölpreise eine Aufwärtsreaktion an den Ölbörsen für Zwischenprodukte der Rohölraffinierung, was sich auch auf den Heizölpreis auswirkt.
Moderate Preisanstiege bei Heizöl am Mittwoch
Während die Ölmärkte langsam wieder besser bestückt werden, rechnen die Heizölmärkte mit leichten Einschränkungen und Umschichtungen am Markt, insbesondere in Deutschland, bis die Lage sich wieder weiter normalisiert. Entsprechend müssen Abnehmer von Heizöl heute mit moderaten Preisanstiegen rechnen. Diese werden aktuell mit rund +1,95 bis +2,55 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag eingeschätzt.