Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran ausgebremst, weitere Tankertreffer gemeldet – Heizöl etwas günstigerNachdem erst Anfang der Woche Meldungen die Runde machten, nach denen der iranische Außenminister die USA nochmal auf eine mögliche, schnelle Öffnung der Straße von Hormus hinwies sofern man zeitnahe Friedensgespäche führen würde, gab es hier bereits neue Dämpfer aus dem Iran. So warte man erst darauf, dass Washington die Forderungen des Iran klar einhalte, [...]
Nachdem erst Anfang der Woche Meldungen die Runde machten, nach denen der iranische Außenminister die USA nochmal auf eine mögliche, schnelle Öffnung der Straße von Hormus hinwies sofern man zeitnahe Friedensgespäche führen würde, gab es hier bereits neue Dämpfer aus dem Iran. So warte man erst darauf, dass Washington die Forderungen des Iran klar einhalte, bevor es überhaupt zu neuen, direkten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommen soll. Am Ölmarkt sorgte dies für einen Dämpfer, der Preisnachlässe vom Dienstag direkt wieder nichtig macht.
Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus nehmen weiter zu Während die USA immer wieder davon berichten, dass sich der Schiffsverkehr durch die Meerenge und Handelsroute „Straße von Hormus“ weiter normalisiere und die Öltransporte bei 80% des Vorkriegsniveaus angekommen seien, geben Trackingdaten und Schadensmeldungen vieler Schiffe ein anderes Bild. So wurden in den vergangenen beiden Wochen mindestens 18 Tanker in der Region angegriffen und teils stärker beschädigt. Ebenso soll am Dienstag ein Tanker, laut iranisch-staatlicher IRIB-News, durch eine Seemine beschädigt worden sein, genaue Details zu dem Zwischenfall blieben jedoch aus.
Die Reihe an Zwischenfällen sollen laut Daten von Vortexa dafür sorgen, dass der Schiffsverkehr in der Meerenge zuletzt wieder deutlich abgenommen habe. So sollen in den ersten 20 Tagen des Oktober durchschnittlich etwa 9,1 Mio. Barrel Rohöl jeden Tag durch die Passage transportiert worden sein, deutlich weniger als von den USA gemeldet. Zwar könnte die Zahl einige unerfasste Schiffe ausschließen und damit Anfällig für Aufwärtskorrekturen sein, eine Angleichung zu den Angaben der USA wird dennoch als unwahrscheinlich gehalten.
Kriegs- und Versorgungsunsicherheiten bleiben, Heizöl etwas günstiger erwartet Nachdem es am Dienstagnachmittag sehr kurze aber starke Preisnachlässe gab, haben diese sich aufgrund der Nahost-Unsicherheiten und allgemeiner Marktvolatilität schnell wieder zurückgebildet. Damit werden bei den durchschnittlichen Heizölpreisen in der Bundesrepublik aktuell nur leichte Korrekturen erwartet, die für Abnehmer leichte Einsparungen über -0,10 bis -1,10 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Dienstagvormittag mit sich bringen können. Diese Preise sind jedoch nur Momentaufnahmen und können sich je nach geopolitischen und markttechnischen Entwicklungen schnell wieder ändern.
Sorgen in Nahost zwischen Miliz-Angriffen und vermeintlicher Iran-Friedenssuche – Heizöl deutlich teurerDie Konfliktsorgen rund um den Nahen Osten und Befürchtungen zu anhaltenden Einschränkungen am Ölmarkt kochten zwischen Montagabend und Dienstagmorgen aufgrund erneuter Angriffe der Huthi-Miliz gegen saudische Ölanlagen weiter hoch. In direkter Folge, sowohl aus Angst vor Versorgungsengpässen als auch um die Sicherheit laufender und geplanter Transporte, stiegen die Risikoprämien für Öltransporte aus Saudi Arabien erneut [...]
Die Konfliktsorgen rund um den Nahen Osten und Befürchtungen zu anhaltenden Einschränkungen am Ölmarkt kochten zwischen Montagabend und Dienstagmorgen aufgrund erneuter Angriffe der Huthi-Miliz gegen saudische Ölanlagen weiter hoch. In direkter Folge, sowohl aus Angst vor Versorgungsengpässen als auch um die Sicherheit laufender und geplanter Transporte, stiegen die Risikoprämien für Öltransporte aus Saudi Arabien erneut deutlich an, was sich durch Preisanstiege am globalen Markt kennzeichnet.
Huthi-Miliz meldet erneut Angriffe auf saudische Energieanlagen Bereits vergangenes Wochenende gab es Meldungen, dass die jemenitische Huthi-Miliz wieder Schiffe ins Visier von Angriffen genommen hat, die die Meerenge Bab al-Mandab im Süden des Roten Meers passieren wollen. Ebenso gab es Angriffe auf die Hafenstadt Yanbu im Westen Saudi Arabiens. In der Nacht zum Dienstag kam es der Miliz zufolge zu Angriffen auf saudische Flughäfen, militärische Einrichtungen, administrative Gebäude der Ölfirma Saudi Aramco sowie Treffer am Ölfeld Schaiba im Südosten des Landes.
Klare Bestätigungen zu den letzten Angriffen blieben bislang aus. Für den Ölmarkt reicht es jedoch aus, dass eine Seite diese Meldungen getätigt hat, da es darauf schließen lässt, dass entweder überhaupt Angriffe stattgefunden haben, oder die Bereitschaft dazu bestehen bleibt. In direkter Folge stiegen die Risikoprämien für Waren aus dem Nahen Osten und für Transporte von Waren nahe der saudischen Küste und der Meerenge von Bab al-Mandab.
Iran erklärt 7-Tage-Öffnungsplan von Hormus als weiterhin durchführbar Bereits Mitte September erklärte der Iran, man habe einen 7-Tage-Plan um die Straße von Hormus zu öffnen, sollte die USA sich auf Friedensvereinbarungen mit dem Iran einlassen. Gestern pochte die Regierung aus Teheran erneut darauf, dass Washington entsprechend schnelle Friedensgesuche und Sanktionslockerungen mit dem Iran klären sollte, um die Meerenge und damit den freien Handel wieder zu öffnen. Dann wäre eine Durchführung des 7-Tage-Plans weiterhin möglich. Genauere Details warum der Iran diese Aussagen auf einmal brachte oder ob die USA aktuell weiterhin in Friedensverhandlungen mit dem Nahost-Land steht, wurden nicht gemacht.
Huthi-Saudi-Sorgen bringen deutliche Preisanstiege bei Öl und Produkten Mit den Sorgen zu den anhaltenden Angriffen auf saudische Exportwege und Ölanlagen steigt auch die Angst vor weiteren Einschränkungen von Ölexporten aus dem Nahen Osten. Für uns in Deutschland bringt dies weitere Anstiege bei Erdöl und dessen Produkten, weshalb Abnehmer derzeit mit Preisaufschlägen von +4,45 bis +5,45 Euro pro 100 Liter gegenüber Montagvormittag rechnen müssen. Diese Preise sind wie gewohnt nur Momentaufnahmen und können sich in Abhängigkeit geopolitischer und markttechnischer Entwicklungen jedoch jederzeit wieder ändern.
Preisstatistik – Heizölpreise inmitten geopolitischer Unsicherheiten weiterhin erhöhtInmitten der deutlichen Unsicherheiten in den aktuellen geopolitischen Entwicklungen und Auseinandersetzungen, insbesondere im Fall der Russland-USA-Zusammenarbeiten und der anhaltenden Angriffe im Nahen Osten, sind auch die Entwicklungen der Ölpreise am Markt im stetigen Auf und Ab gefangen. Dabei stiegen die Heizölpreise in der vergangenen Woche zwischenzeitig deutlich an, bevor sie zum Wochenende und in den [...]
Inmitten der deutlichen Unsicherheiten in den aktuellen geopolitischen Entwicklungen und Auseinandersetzungen, insbesondere im Fall der Russland-USA-Zusammenarbeiten und der anhaltenden Angriffe im Nahen Osten, sind auch die Entwicklungen der Ölpreise am Markt im stetigen Auf und Ab gefangen. Dabei stiegen die Heizölpreise in der vergangenen Woche zwischenzeitig deutlich an, bevor sie zum Wochenende und in den heutigen Montag wieder etwas abnahmen.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung Bei den kurzfristigen Heizölpreis-Entwicklungen zeigt sich der stetige Wechsel aus Anstiegen und Rückgängen innerhalb der letzten Wochen. So kostet Heizöl in der Bundesrepublik aktuell durchschnittlich nur wenige Cent mehr als vergangenen Freitag und ist auch gegenüber dem Montag der vorherigen Woche in relativ enger Spanne bei Aufschlägen von +1,11 Euro pro 100 Liter. Blickt am zurück auf Mitte September, zahlen Heizölkäufer derzeit -3,33 Euro weniger als vor einem Monat.
Langfristige Preisentwicklung Bei den langfristigen Preisentwicklungen zeichnet sich das gleiche Bild wie seit mittlerweile mehreren Monaten ab. Verglichen mit der vergangenen Sommersaison Mitte Juli, als die Preise am Weltmarkt sich etwas beruhigt hatten, kosten 100 Liter Heizöl aktuell +30,02 Euro mehr. Schaut man auf die Vorjahreswerte, zahlen Heizöl-Abnehmer aktuell +81,75 Euro mehr als vor einem Jahr, entsprechend einem Preiszuwachs von rund +94,5%. Gegenüber Oktober 2024 kosten 100 Liter Heizöl aktuell +78,29 Euro mehr.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Iran verstärkt Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus In den letzten Wochen hat der Iran seine Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus scharf angezogen. Dabei werden alle paar Tage Tanker oder andere Frachtschiffe in der Meerenge und Handelsstraße südlich des Iran beschädigt. Dies erschwert Ölexporte durch die Route im Zentrum des Nahen Ostens deutlich.
– Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen nehmen wieder zu Vor etwa 8 Tagen kündigte der US-Präsident eine vorübergehende Waffenruhe für Angriffe der Ukraine und Russland auf jeweilige Energieziele an. Nachdem Russland sich über mehrere Tage nicht daran gehalten hat, bestätigte die Ukraine, dass auch sie ihre Angriffe wieder hochfahren, und unterstrich dies mit neuen Schlägen gegen Raffinerien seit vergangenem Donnerstag.
Was spricht für aktuell sinkende Preise? – Russland lockert Diesel-Exportverbote In den vergangenen Monaten fuhr Russland ein Exportverbot für Diesel infolge der anhaltenden Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien hoch. Seit einem Lieferabkommen mit den USA von vor zwei Wochen lockerte Russland die Exportstopps und bringt wieder Dieselkraftstoff auf den Weltmarkt.
– IEA-Staaten wollen 100 Mio. Barrel Erdöl und Produkte aus Reserven freigeben Bei einer Besprechung der Internationalen Energieagentur gaben mehrere Mitgliedsstaaten bekannt, dass sie gemeinsam 100 Mio. Barrel Rohöl und Ölprodukte aus ihren jeweiligen, staatlichen Reserven preiswert auf den Markt bringen wollen, um die Energiepreisanstiege abzufangen. Wann die „zeitnahen“ Freigaben genau erfolgen sollen, ist noch unklar.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 19.10.2026