Friedenssuche mit Russland, Eskalationssorgen in Nahost – Heizöl günstiger erwartetAn den Ölmärkten kam es gestern zeitweise zu deutlichen Preisrückgängen, als sich Aussagen zu Exporterholungen aus dem Nahen Osten und Stärkungen der Dieseltransporte Russlands häuften. Als sich kurz darauf Meldungen ergaben, dass man in Moskau bereit für Dreiergespräche mit Vertretern der USA und Ukraine bereit sei, kam wieder ein bisschen Hoffnung am Markt auf eine [...]
An den Ölmärkten kam es gestern zeitweise zu deutlichen Preisrückgängen, als sich Aussagen zu Exporterholungen aus dem Nahen Osten und Stärkungen der Dieseltransporte Russlands häuften. Als sich kurz darauf Meldungen ergaben, dass man in Moskau bereit für Dreiergespräche mit Vertretern der USA und Ukraine bereit sei, kam wieder ein bisschen Hoffnung am Markt auf eine Friedensfindung im Konflikt auf. Der daraus entstandene Preisrutsch hielt jedoch nicht lange an, da neue Sorgen zu Eskalationen im Nahostkonflikt zustande kamen.
Russland erklärt Bereitschaft zu Dreier-Gesprächen, Erfolg noch unklar Überraschenderweise kam es gestern zu Meldungen, dass sowohl die Ukraine als auch Russland zu direkten Gesprächen rund um den bisherigen Konflikt und die Friedenssuche bereit seien. Diese sollen aller Voraussicht nach zwischen Unterhändlern der Länder geführt werden, aber ohne dass die Informationen durch vermittelnde Länder weitergetragen sondern direkt zwischen den Konfliktparteien besprochen werden.
Ein neues Treffen könnte bereits im kommenden Monat stattfinden. Wie zielführend die Verhandlungen letztlich werden, ist aktuell nicht abzuschätzen und wird von Politikexperten derzeit ebenfalls mit Skepsis beäugt. So zeigten Friedensversuche in Form eines durch die USA ausgerufenen Angriffsstopps auf Energieanlagen zwischen Russland und der Ukraine Anfang Oktober keinen Erfolg, als Russland seine Angriffe weiter aufrecht hielt, bevor die Ukraine nach drei Tagen Pause ebenfalls wieder in die Offensive ging.
Analysten fürchten Eskalationen rund um den Iran
Während die Angriffe rund um den Iran sowie gegen Saudi-Arabien durch die jemenitische Huthi-Miliz weiter fortgesetzt werden, blicken Analysten und Experten unruhig auf die Reaktion der USA. So ließ das US-Außenministerium zuletzt alles nicht-notwendige Personal aus seinen Einrichtungen in der Region evakuieren, insbesondere Familienangehörige der stationierten Arbeiter und Soldaten. Ob es sich hierbei wirklich nur um eine Sicherheitsmaßnahme handelt, wird derzeit sehr genau beobachtet.
So kam es in der Vergangenheit bereits vor, dass nach solchen Rückziehungen von Personal umfassende, schwere Angriffe gegen entsprechend feindliche Parteien durchgeführt wurden. Analysten von ANZ Research befürchten deshalb, dass die jüngsten Entwicklungen darauf deuten, dass im Hintergrund mehr geplant werden könnte. „Spekulationen über gemeinsame Angriffspläne der USA und Israel nehmen zu“, fasste ANZ Research die Entwicklungen zusammen.
Spannungen zwischen Kriegssorgen und Friedenssuche – Heizöl wird günstiger Die Preise an den Ölbörsen finden sich aktuell in einem wilden Auf und Ab der geopolitischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Dabei kam es gestern Abend bei den Ölprodukt-Märkten zu deutlichen Preisrückgängen, die sich zwar im bisherigen Tagesverlauf verkleinerten, aber dennoch für Preisnachlässe bei Heizöl sorgen. In direkter Folge dürfen Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik heute mit Preisnachlässen über durchschnittlich -1,50 bis -2,50 Euro pro 100 Liter rechnen. Diese Preise sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich daher im Tagesverlauf und je nach Entwicklung am Weltmarkt jederzeit wieder ändern.
Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran ausgebremst, weitere Tankertreffer gemeldet – Heizöl etwas günstigerNachdem erst Anfang der Woche Meldungen die Runde machten, nach denen der iranische Außenminister die USA nochmal auf eine mögliche, schnelle Öffnung der Straße von Hormus hinwies sofern man zeitnahe Friedensgespäche führen würde, gab es hier bereits neue Dämpfer aus dem Iran. So warte man erst darauf, dass Washington die Forderungen des Iran klar einhalte, [...]
Nachdem erst Anfang der Woche Meldungen die Runde machten, nach denen der iranische Außenminister die USA nochmal auf eine mögliche, schnelle Öffnung der Straße von Hormus hinwies sofern man zeitnahe Friedensgespäche führen würde, gab es hier bereits neue Dämpfer aus dem Iran. So warte man erst darauf, dass Washington die Forderungen des Iran klar einhalte, bevor es überhaupt zu neuen, direkten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommen soll. Am Ölmarkt sorgte dies für einen Dämpfer, der Preisnachlässe vom Dienstag direkt wieder nichtig macht.
Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus nehmen weiter zu Während die USA immer wieder davon berichten, dass sich der Schiffsverkehr durch die Meerenge und Handelsroute „Straße von Hormus“ weiter normalisiere und die Öltransporte bei 80% des Vorkriegsniveaus angekommen seien, geben Trackingdaten und Schadensmeldungen vieler Schiffe ein anderes Bild. So wurden in den vergangenen beiden Wochen mindestens 18 Tanker in der Region angegriffen und teils stärker beschädigt. Ebenso soll am Dienstag ein Tanker, laut iranisch-staatlicher IRIB-News, durch eine Seemine beschädigt worden sein, genaue Details zu dem Zwischenfall blieben jedoch aus.
Die Reihe an Zwischenfällen sollen laut Daten von Vortexa dafür sorgen, dass der Schiffsverkehr in der Meerenge zuletzt wieder deutlich abgenommen habe. So sollen in den ersten 20 Tagen des Oktober durchschnittlich etwa 9,1 Mio. Barrel Rohöl jeden Tag durch die Passage transportiert worden sein, deutlich weniger als von den USA gemeldet. Zwar könnte die Zahl einige unerfasste Schiffe ausschließen und damit Anfällig für Aufwärtskorrekturen sein, eine Angleichung zu den Angaben der USA wird dennoch als unwahrscheinlich gehalten.
Kriegs- und Versorgungsunsicherheiten bleiben, Heizöl etwas günstiger erwartet Nachdem es am Dienstagnachmittag sehr kurze aber starke Preisnachlässe gab, haben diese sich aufgrund der Nahost-Unsicherheiten und allgemeiner Marktvolatilität schnell wieder zurückgebildet. Damit werden bei den durchschnittlichen Heizölpreisen in der Bundesrepublik aktuell nur leichte Korrekturen erwartet, die für Abnehmer leichte Einsparungen über -0,10 bis -1,10 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Dienstagvormittag mit sich bringen können. Diese Preise sind jedoch nur Momentaufnahmen und können sich je nach geopolitischen und markttechnischen Entwicklungen schnell wieder ändern.
Sorgen in Nahost zwischen Miliz-Angriffen und vermeintlicher Iran-Friedenssuche – Heizöl deutlich teurerDie Konfliktsorgen rund um den Nahen Osten und Befürchtungen zu anhaltenden Einschränkungen am Ölmarkt kochten zwischen Montagabend und Dienstagmorgen aufgrund erneuter Angriffe der Huthi-Miliz gegen saudische Ölanlagen weiter hoch. In direkter Folge, sowohl aus Angst vor Versorgungsengpässen als auch um die Sicherheit laufender und geplanter Transporte, stiegen die Risikoprämien für Öltransporte aus Saudi Arabien erneut [...]
Die Konfliktsorgen rund um den Nahen Osten und Befürchtungen zu anhaltenden Einschränkungen am Ölmarkt kochten zwischen Montagabend und Dienstagmorgen aufgrund erneuter Angriffe der Huthi-Miliz gegen saudische Ölanlagen weiter hoch. In direkter Folge, sowohl aus Angst vor Versorgungsengpässen als auch um die Sicherheit laufender und geplanter Transporte, stiegen die Risikoprämien für Öltransporte aus Saudi Arabien erneut deutlich an, was sich durch Preisanstiege am globalen Markt kennzeichnet.
Huthi-Miliz meldet erneut Angriffe auf saudische Energieanlagen Bereits vergangenes Wochenende gab es Meldungen, dass die jemenitische Huthi-Miliz wieder Schiffe ins Visier von Angriffen genommen hat, die die Meerenge Bab al-Mandab im Süden des Roten Meers passieren wollen. Ebenso gab es Angriffe auf die Hafenstadt Yanbu im Westen Saudi Arabiens. In der Nacht zum Dienstag kam es der Miliz zufolge zu Angriffen auf saudische Flughäfen, militärische Einrichtungen, administrative Gebäude der Ölfirma Saudi Aramco sowie Treffer am Ölfeld Schaiba im Südosten des Landes.
Klare Bestätigungen zu den letzten Angriffen blieben bislang aus. Für den Ölmarkt reicht es jedoch aus, dass eine Seite diese Meldungen getätigt hat, da es darauf schließen lässt, dass entweder überhaupt Angriffe stattgefunden haben, oder die Bereitschaft dazu bestehen bleibt. In direkter Folge stiegen die Risikoprämien für Waren aus dem Nahen Osten und für Transporte von Waren nahe der saudischen Küste und der Meerenge von Bab al-Mandab.
Iran erklärt 7-Tage-Öffnungsplan von Hormus als weiterhin durchführbar Bereits Mitte September erklärte der Iran, man habe einen 7-Tage-Plan um die Straße von Hormus zu öffnen, sollte die USA sich auf Friedensvereinbarungen mit dem Iran einlassen. Gestern pochte die Regierung aus Teheran erneut darauf, dass Washington entsprechend schnelle Friedensgesuche und Sanktionslockerungen mit dem Iran klären sollte, um die Meerenge und damit den freien Handel wieder zu öffnen. Dann wäre eine Durchführung des 7-Tage-Plans weiterhin möglich. Genauere Details warum der Iran diese Aussagen auf einmal brachte oder ob die USA aktuell weiterhin in Friedensverhandlungen mit dem Nahost-Land steht, wurden nicht gemacht.
Huthi-Saudi-Sorgen bringen deutliche Preisanstiege bei Öl und Produkten Mit den Sorgen zu den anhaltenden Angriffen auf saudische Exportwege und Ölanlagen steigt auch die Angst vor weiteren Einschränkungen von Ölexporten aus dem Nahen Osten. Für uns in Deutschland bringt dies weitere Anstiege bei Erdöl und dessen Produkten, weshalb Abnehmer derzeit mit Preisaufschlägen von +4,45 bis +5,45 Euro pro 100 Liter gegenüber Montagvormittag rechnen müssen. Diese Preise sind wie gewohnt nur Momentaufnahmen und können sich in Abhängigkeit geopolitischer und markttechnischer Entwicklungen jedoch jederzeit wieder ändern.