Preisstatistik – Stillstand bei Nahost-Verhandlungen hält Ölbörsen nervösDie Öl-Exportsperre im Nahen Osten bleibt der Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Ölpreisentwicklungen. Auch wenn die deutlichsten Auseinandersetzungen zuletzt abgeflaut sind, bleibt die wichtige Exportroute der Straße von Hormus weiter gesperrt. Die damit deutlich eingeschränkten, auf dem Markt verfügbaren Rohöl- und Ölproduktmengen setzen die Marktteilnehmer unter Kaufdruck und treiben auch die Preise an den Heizölmärkten [...]
Die Öl-Exportsperre im Nahen Osten bleibt der Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Ölpreisentwicklungen. Auch wenn die deutlichsten Auseinandersetzungen zuletzt abgeflaut sind, bleibt die wichtige Exportroute der Straße von Hormus weiter gesperrt. Die damit deutlich eingeschränkten, auf dem Markt verfügbaren Rohöl- und Ölproduktmengen setzen die Marktteilnehmer unter Kaufdruck und treiben auch die Preise an den Heizölmärkten nach oben.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung Die Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten bei den Ölexporten der Region bleiben bestehen, auch wenn die schlimmsten Kriegs-Zeichen abgeflacht sind. Dabei haben sich die Heizölpreise über das Wochenende kaum verändert, mit minimalen Korrekturen von +0,44 Euro seit Freitag. Verglichen mit Montag der Vorwoche gab es jedoch deutliche Preisanstiege über +8,40 Euro pro 100 Liter, da damals erhoffte, zeitnahe Friedensverträge nicht zustande gekommen sind. Im direkten Wochenvergleich gab es dennoch moderate Heizölpreis-Rückgänge von -10,12 Euro.
Langfristige Preisentwicklung Im langfristigen Preisvergleich bestätigt sich das Bild der letzten Wochen. Verglichen mit Ende Januar, als bestehende Konflikte weitgehend abgeklungen waren, zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell +46,20 Euro mehr. Im direkten Jahresvergleich zeigt sich das gleiche Bild – Gegenüber April 2025 zahlen Heizölkäufer aktuell +49,77 Euro mehr, mit Blick auf April 2024 sind die aktuellen Preise ebenfalls +36,82 Euro höher.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Friedensverhandlungen bleiben aus Die für vergangene Woche geplanten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran blieben aus. Neue sollen kommen, wann ist noch nicht ganz klar, dennoch wird heute ein Update zur Entwicklung erwartet.
– Straße von Hormus weitgehend blockiert Die Blockade der Straße von Hormus ließ die Ölproduktion je nach Einschätzung um 10-14 Mio. Barrel am Tag einbrechen, was sich erheblich auf Verfügbarkeit am Markt und Preisentwicklung auswirkt.
Was spricht aktuell für sinkende Preise? – Fragile Waffenruhen im Nahen Osten Trotz der fehlenden Friedensverhandlungen wurden Waffenruhen zwischen USA-Iran und Israel-Libanon ausgemacht. Diese sind leider sehr fragil und werden nicht komplett eingehalten, bieten jedoch eine Grundlinie die keiner vollständig durchbrechen will.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 27.04.2026
Nahost-Unsicherheiten und fragile Waffenruhen drücken Ölpreise weiter hochWoche 8 im Iran-US-Israel-Konflikt neigt sich dem Ende, ein echter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht. Die (See)-Straße von Hormus und damit die wichtigste Exportroute aus Nahost ist weiterhin gesperrt, sodass nur ein einstelliger Prozentsatz des sonst üblichen Schiffverkehrs die Meerenge passieren kann. Und auch wenn es neue und bestehende Waffenruhen geben soll, wird [...]
Woche 8 im Iran-US-Israel-Konflikt neigt sich dem Ende, ein echter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht. Die (See)-Straße von Hormus und damit die wichtigste Exportroute aus Nahost ist weiterhin gesperrt, sodass nur ein einstelliger Prozentsatz des sonst üblichen Schiffverkehrs die Meerenge passieren kann. Und auch wenn es neue und bestehende Waffenruhen geben soll, wird sich von allen Seiten nur bedingt an sie gehalten.
USA und Iran fangen Schiffe ab, auch unter Waffengewalt
Auch wenn der Konflikt im Nahen Osten weiterhin scharf bleibt, kündigte US-Präsident Donald Trump am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran an. Wie unsicher diese Ruhe ist, zeigt sich jedoch insbesondere dadurch, dass die Seiten dennoch bereit sind, Schiffe insbesondere nahe der Straße von Hormus unter Waffengewalt abzufangen oder aufzuhalten.
Dennoch reden die Seiten davon, dass sie ihre Angriffe aufeinander einstellen wollen, wenn auch mit allgemeiner Vorsicht zu dem Vorhaben. So kam in der Nacht zum Freitag ein weiterer US-Flugzeugträger im Arabischen Meer an, zudem wurde der Befehl erteilt, alle möglichen Minenlegeschiffe sofort anzugreifen und zu zerstören. Und auch der Iran meldete, man bleibe weiter in Alarm- und Angriffsbereitschaft falls Eskalationen zustande kommen könnten.
Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert, nicht eingehalten
Während Sicherheits-Insidern zufolge die Angriffe Israels auf den Iran seit einigen Tagen eingestellt wurden, kommt es noch immer zu regelmäßigen Angriffen zwischen Israel und dem Libanon, genauer genommen der Hisbollah-Miliz, trotz bestehender Waffenruhen. Dennoch wurde die Waffenruhe laut US-Präsident Trump um drei Wochen verlängert, obwohl sie in den letzten Wochen immer wieder aufs neue gebrochen wurde.
Zuletzt gab das israelische Militär an, eine Raketenabschussrampe der Hisbollah angegriffen zu haben, nachdem die Miliz trotz bestehender Waffenruhen Raketen auf den Norden Israels abgefeuert habe. Die stetige Unsicherheiten zu Waffenstillstand, Verhandlungen und Konflikt hält auch die Ölmärkte unruhig, während die anhaltende Sperre der Straße von Hormus die Preise an den Ölbörsen in den letzten Tagen stetig weiter ansteigen ließ.
Moderate Aufschläge bei Heizöl erwartet
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den weiterhin stark eingeschränkten Ölexporten durch die Straße von Hormus steigen die Preise an den Ölbörsen und in direkter Konsequenz auch bei Heizöl. In der Bundesrepublik muss heute deshalb mit durchschnittlichen Preisaufschlägen über +3,20 bis +4,70 Europro 100 Liter Heizöl gegenüber Donnerstagvormittag gerechnet werden. Aufgrund der anhaltenden und fragilen Unsicherheiten im Nahen Osten sind diese Zahlen jedoch nur Näherungen und können sich potentiell schnell und stark ändern.
Fronten am Persischen Golf bleiben verhärtet – Ölpreis steigt wiederSeit fast sieben Wochen ist die Straße von Hormus nun gesperrt, kaum ein Tanker kommt durch, die globale Öl- und Gasversorgung gerät immer mehr unter Druck. Unterdessen haben sich die beiden Kriegsparteien Iran und USA in eine Art Pattsituation hineinmanövriert, die ein schnelles Ende der Krise immer unwahrscheinlicher macht. Straße von Hormus bleibt blockiert [...]
Seit fast sieben Wochen ist die Straße von Hormus nun gesperrt, kaum ein Tanker kommt durch, die globale Öl- und Gasversorgung gerät immer mehr unter Druck. Unterdessen haben sich die beiden Kriegsparteien Iran und USA in eine Art Pattsituation hineinmanövriert, die ein schnelles Ende der Krise immer unwahrscheinlicher macht.
Straße von Hormus bleibt blockiert
Wo es vor einigen Wochen noch Hoffnung gab, dass die Straße von Hormus schnell wieder frei befahrbar sein könnte, ist sie jetzt im Grunde sogar noch mehr gesperrt als zuvor, denn auch die USA haben inzwischen eine Seeblockade eingesetzt. Sie versuchen, den Iran daran zu hindern, weiter Öl zu exportieren.
Gleichzeitig hat Donald Trump die geltende Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien erst gestern auf unbestimmte Zeit verlängert, während der Iran Washington in der Frage, ob man an Gesprächen teilnehmen möchte, zappeln lässt. Gleichzeitig überziehen sich weiterhin beide Parteien zu gleichen Teilen mit Häme und mit Drohungen.
Ölmarkt ächzt unter ausbleibenden Öl- und Gaslieferungen
Für den globalen Energiemarkt wird die Situation unterdessen immer dramatischer, denn mit jedem Tag, den die Exporte aus der Golfregion ausbleiben, verschärft sich die Angebotsverknappung am Weltmarkt. Üblicherweise werden durch die Straße von Hormus täglich etwa 20 Prozent des täglichen Öl- und Gasbedarfs transportiert.
Preise im Inland wieder teurer
Entsprechend bleiben die börsengehandelten Rohölpreise hoch, die europäische Referenzsorte Brent stieg gestern erstmals seit 10 Tagen wieder nachhaltig über 100 Dollar. Die Inlandspreise orientieren sich damit erneut nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen heute mit Aufschlägen von ca. +1,95 bis +3,45 Euro/100l zu Mittwochmorgen rechnen.