- Zoll-Keule lässt Ölpreise kräftig sinken – Heizöl heute deutlich günstiger
Die Ölpreise starten aktuell mit hohen Preisabschlägen in Höhe von rund 2 Dollar je Barrel (159 Liter) in den Tag. Am gestrigen Abend unserer Zeit hatte US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle bekanntgeben, die teilweise höher und breiter gestreut ausgefallen sind, als zuvor bereits befürchtet. Experten rechnen nun damit, dass der weiter eskalierende Zollstreit die weltweite [...]
- Neue Zollrunde verunsichert Ölmärkte – US-Ölbestände steigen weiter – Heizölpreise kaum verändert
Die Ölpreise starten aktuell nahezu unverändert in den Handel zur Wochenmitte. Gestern hatte sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) jeweils 28 Cent oder rund 0,4 % pro Barrel (159 Liter) nachgegeben. Zum Wochenauftakt hatten beide Ölsorten den Handel noch auf einem Fünf-Wochen-Hoch beendet. Neue Zollrunde verunsichert auch Ölmärkte Zum [...]
- Ölpreise ziehen an – USA und Iran auf Konfrontationskurs – Heizöl spürbar teurer
Die Ölpreise starten mit leichten Gewinnen in den zweiten Handelstag der Woche, nachdem sie sich bereits zum Wochenauftakt deutlich verteuert hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ging gestern bei 74,72 US-Dollar au dem Handel, was gegenüber dem Schluss zum Freitag eine Verteuerung von knapp 2 Dollar bedeutete. Der Preis für ein Barrel der [...]

Die Ölpreise starten aktuell mit hohen Preisabschlägen in Höhe von rund 2 Dollar je Barrel (159 Liter) in den Tag. Am gestrigen Abend unserer Zeit hatte US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle bekanntgeben, die teilweise höher und breiter gestreut ausgefallen sind, als zuvor bereits befürchtet.
Experten rechnen nun damit, dass der weiter eskalierende Zollstreit die weltweite Energienachfrage dämpfen und das Wirtschaftswachstum verlangsamen könnte. Mit China und der Europäischen Union haben zwei der größten Handelspartner der USA bereits Gegenmaßnahmen angekündigt, um ihre Wirtschaften zu schützen.
China drängt USA zur Aufhebung
Als Reaktion auf die „gegenseitigen Zölle“ erklärte das chinesische Handelsministerium heute Nacht, dass es „die US-Zölle entschieden ablehnt und entschlossen Gegenmaßnahmen ergreifen wird, um seine Rechte und Interessen zu schützen“. Die Behörde forderte die US-Regierung auf, ihre Zölle unverzüglich aufzuheben und Differenzen im Dialog zu lösen
Von der Leyen: EU bereitet Gegenmaßnahmen vor
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, reagierte heute zu früher Stunde auf die jüngste Entwicklung. Dabei stellte sie fest, dass „die US-Zölle ein schwerer Schlag für die Weltwirtschaft sind“.
Von der Leyen wies darauf hin, dass die EU immer bereit gewesen sei, mit den USA zu verhandeln. Man bereite nun ein weiteres Maßnahmenpaket zum Schutz europäischer Interessen vor, so von der Leyen.
Energiesektor von neuer Zollrunde ausgenommen
Trotz der breiten Anwendung der neuen Zölle blieb der Energiesektor weitgehend verschont. Ein Beamter des Weißen Hauses bestätigte, dass die Einfuhr von Öl, Gas und raffinierten Produkten nicht den Zollmaßnahmen unterliegt.
So wurde beispielsweise auch Kanada – ein wichtiger Handelspartner der USA – offiziell von der gegenseitigen Zollaktion am Mittwoch ausgenommen. Kanada liefert täglich etwa 4 Millionen Barrel seines Rohöls in die Vereinigten Staaten.
US-Rohöllagerbestände wegen Zollängsten gestiegen
Unterdessen sind die US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche stark angestiegen. Laut der Energy Information Administration (EIA) ist die Auslastung der Raffinerien zurückgegangen, während gleichzeitig die Ölimporte in die USA angestiegen waren. Vor allem aus Kanada seien laut Branchenvertretern hohe Einfuhren verbucht worden, um sich so gegen neue Zölle der Trump-Regierung zu wappnen,
Summa summarum stiegen die Ölbestände in der Woche zum 28. März um 6,2 Millionen Barrel auf 439,8 Millionen Barrel, so die EIA. Analysten waren im Vorfeld von einem Rückgang um 2,1 Millionen Barrel ausgegangen.
Heizölpreise deutlich günstiger
Die geschilderten wirtschaftspolitischen Entwicklungen machen sich auch bei den Inlandspreisen bemerkbar, die heute spürbar niedriger liegen als am Vortag. Im Vergleich zu Mittwochmorgen können Verbraucherinnen und Verbraucher von Preisabschlägen in Höhe von -1,15 bis -1,55 Euro/100 Liter profitieren.

Die Ölpreise starten aktuell nahezu unverändert in den Handel zur Wochenmitte. Gestern hatte sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) jeweils 28 Cent oder rund 0,4 % pro Barrel (159 Liter) nachgegeben. Zum Wochenauftakt hatten beide Ölsorten den Handel noch auf einem Fünf-Wochen-Hoch beendet.
Neue Zollrunde verunsichert auch Ölmärkte
Zum Auftakt des zweiten Quartals hatten sich die Händler gestern weltweit auf gegenseitige Zölle vorbereitet, die US-Präsident Donald Trump heute Abend um 22 Uhr unserer Zeit bekanntgeben wird. Bislang hat das Weiße Haus keine Angaben zu Umfang und Ausmaß der Zölle gemacht.
Fachleute gehen davon aus, dass die neuen US-Zölle die weltweite Energienachfrage dämpfen und das Wirtschaftswachstum verlangsamen werden, was sich wiederum negativ auf die zukünftige Ölnachfrage auswirken wird.
Experten rechnen für 2025 mit Druck auf Ölpreisen
Gestützt wurden die Ölpreise gestern einmal mehr von der Warnung der US-Regierung, dass man strengere Sanktionen gegen den Iran, Venezuela und Russland plane. Sofern diese Drohungen ungesetzt werden, würde sich das weltweite Angebot an Rohöl deutlich einschränken.
Eine im März durchgeführte Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 49 Ökonomen und Analysten hatte ergeben, dass die Experten damit rechnen, dass die Ölpreise in diesem Jahr aufgrund von US-Zöllen und einer Konjunkturabschwächung in Indien und China unter Druck bleiben werden. Zudem verwiesen sie auf das wieder steigende Öl-Angebot der OPEC.
OPEC-Sitzung wirft Schatten voraus
In diesem Zusammenhang werden die Teilnehmer an den Ölmärkten die voraussichtlich an diesem Donnerstag stattfindende Sitzung des Ministerausschusses der OPEC+ genauestens beobachten.
Die Minister der OPEC+ aus acht Nationen kommen damit Gerüchten zufolge zwei Tage früher als zum vorab geplanten Zeitpunkt (5. April) per Video-Call zur Überprüfung ihrer Förderpolitik zusammen.
Wie Quellen aus dem Öl-Kartell gegenüber Reuters berichteten, werden die Teilnehmer voraussichtlich eine weitere Erhöhung der Produktion um 135.000 Barrel pro Tag ab Mai genehmigen. Die OPEC+ hatte einer ähnlichen Produktionssteigerung für April bereits zugestimmt.
US-Rohöllagerbestände nehmen weiter zu
Unterdessen zeigte der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API), dass die Rohöllagerbestände in den Vereinigten Staaten in der Woche zum 28. März um 6,037 Millionen Barrel gestiegen sind, verglichen mit einem Rückgang von 4,6 Millionen Barrel in der Vorwoche.
Die Prognosen waren von einem Rückgang in Höhe von 700.000 Barrel ausgegangen. Damit sind die Rohöllagerbestände den API-Daten zufolge in diesem Jahr um fast 23 Millionen Barrel gestiegen.
Kaum Bewegung bei den Heizölpreisen
Angesichts der Tatsache, dass heute im frühen Handel kaum Bewegung bei Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten ist, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal –0,10 Euro bis +0,10 Euro pro 100 Liter weniger, bzw. mehr bezahlen als noch am Dienstag.

Die Ölpreise starten mit leichten Gewinnen in den zweiten Handelstag der Woche, nachdem sie sich bereits zum Wochenauftakt deutlich verteuert hatten.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ging gestern bei 74,72 US-Dollar au dem Handel, was gegenüber dem Schluss zum Freitag eine Verteuerung von knapp 2 Dollar bedeutete. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg gestern ebenfalls um rund 2 Dollar auf 71,48 Dollar.
Trump droht Putin mit Zöllen auf russisches Öl
Einmal mehr war es die Trump-Regierung, die am Montag für größere Bewegung an den Ölmärkten gesorgt hatte. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump in einem Interview geäußert, dass er sehr wütend auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei.
Trump plant nun, sekundäre Zölle in Höhe von 25 % bis 50 % auf russische Ölkäufer zu erheben, da Moskau versucht, die Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu blockieren.
Rohstoffanalysten wiesen gestern angesichts dieser Drohung darauf hin, dass Zölle auf Käufer russischen Öls die globale Versorgung stören und Moskaus größte Kunden, China und Indien, schädigen würden. Russland gilt als zweitgrößten Ölexporteur der Welt.
Iran setzt Öltanker fest
Einen großen Schub erhielten die Ölpreise dann am gestrigen späten Nachmittag, als bekannt wurde, dass die iranische Marine im Persischen Golf zwei Öltanker festgesetzt hat. Nach Angaben Teherans seien die Tanker unbekannter Nationalität auf dem Weg in die iranische Hafenstadt Buschehr.
Bereits am Samstag hatte der Marinekommandeur der Islamischen Revolutionsgarde damit gedroht, dass man die Straße von Hormus schließen werde, wenn das Land von den USA angegriffen würde.
USA wegen Atomprogramm zu Bombardierungen bereit
Vor dieser erneuten Eskalation im Streit Washingtons mit Teheran, hatte US-Präsident Trump dem Mullah-Regime am Sonntag mit Bombenangriffen und Sekundärzöllen gedroht, falls man keine Einigung über einen Stopp des iranischen Atomprogramms erzielen könne.
Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen warnte die USA gestern in einem Brief „nachdrücklich vor jeglichem militärischen Abenteurertum“. Man sei entschlossen schnell auf jeden Akt der Aggression oder jeden Angriff der Vereinigten Staaten oder ihres Stellvertreters, des israelischen Regimes, gegen seine Souveränität, territoriale Integrität oder nationalen Interessen zu reagieren.
Heizölpreise ziehen deutlich an
Die Verschärfung der politischen Lage in einer der ölreichsten Regionen der Welt, sorgt heute im frühen Handel für größere Preisaufschläge für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl. Daher müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,75 Euro bis +1,05 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zu Wochenbeginn.